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Tipps zu ersten Anlaufstellen, Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis

Umzug nach Deutschland: Von Anmelden bis Arbeitserlaubnis

Sie planen den Umzug aus Ihrem Heimatland nach Deutschland? Lesen Sie hier, welche Anlaufstellen es für Sie gibt, wo Sie sich anmelden müssen, wo Sie eine Aufenthaltserlaubnis und ggf. eine Arbeitserlaubnis erhalten.

Wenn Sie nach Deutschland kommen und hier wohnen möchten, müssen Sie sich beim Bürgeramt und/oder der Ausländerbehörde (bzw. dem Ausländeramt) Ihrer Stadt anmelden.

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Aufenthaltserlaubnis Deutschland

EU- bzw. EWR-Bürger

Als Staatsangehörige der Europäischen Union (EU)1 und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)2 genießen Sie Freizügigkeit und haben das Recht auf Einreise und Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland.

Beitrittsstaaten

Staatsangehörige der Tschechischen Republik, von Polen, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Slowenien, Bulgarien, Rumänien und der Slowakei genießen ein eingeschränktes Freizügigkeitsrecht. Sie dürfen eine unselbstständige Erwerbstätigkeit (Beschäftigung) nur mit Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit ausüben.


Für alle EU- bzw. EWR-Bürger gilt:
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  • Für die Einreise und den Aufenthalt brauchen Sie einen gültigen Personalausweis.
  • Ein Reisepass ist nicht erforderlich.
  • Für die Einreise brauchen Sie kein Visum.
  • Eine Aufenthaltserlaubnis brauchen Sie nicht mehr, wenn Sie als Erwerbstätiger oder als Nichterwerbstätiger Freizügigkeit genießen. Stattdessen wird eine so genannte Freizügigkeitsbescheinigung ausgestellt. Diese Bescheinigung enthält einen Bezug auf Ihr Identitätsdokument, also auf Ihren Personalausweis oder Reisepass.
  • Die Freizügigkeitsbescheinigung dient in Deutschland als Nachweis über das Recht auf Einreise und Aufenthalt. Es ist deshalb nur im Ausnahmefall möglich, eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.
  • Eine "Aufenthaltserlaubnis EU" gibt es nicht mehr. Familienangehörige, die nicht selbst die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraumes besitzen, erhalten eine Aufenthaltskarte.
  • Wenn Sie sich länger als drei Monate in Deutschland aufhalten wollen, müssen Sie sich nach dem Zuzug bei dem Bürgeramt Ihrer Stadt für Ihre Wohnanschrift anmelden. Um dort die Ausstellung einer Freizügigkeitsbescheinigung zu beantragen, benötigen Sie meist Ihren Pass oder Personalausweis und (falls vorhanden) eine Arbeitserlaubnis der zuständigen Arbeitsagentur.

Aufenthaltserlaubnis Deutschland

Alle Bürger, die NICHT aus EU- bzw. EWR-Staaten oder der Schweiz stammen

Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den USA können visumfrei nach Deutschland einreisen. Wenn Sie sich länger als drei Monate in Deutschland aufhalten oder eine Erwerbstätigkeit ausüben möchten, müssen Sie eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis setzt voraus, dass der beabsichtigte Zweck des Aufenthalts gesetzlich anerkannt ist. Dies kann etwa der Aufenthalt zum Studium, zur Erwerbstätigkeit oder zum familiären Zusammenleben mit einem deutschen oder sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhaltenden ausländischen Staatsangehörigen sein. Hier gelten jeweils unterschiedliche Voraussetzungen.

Wenn Sie als Staatsangehöriger gerade nach Deutschland eingereist oder zugezogen und im Besitz eines Visums sind, das Ihnen für einen längerfristigen Aufenthaltszweck (Familiennachzug, Erwerbstätigkeit, Studium o. ä.) von einer deutschen Auslandsvertretung (Botschaft/Konsulat) erteilt worden ist, gehen Sie bei der Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung ebenfalls vor, wie im folgenden beschrieben.


So beantragen Sie eine Aufenthaltserlaubnis: Anmelden Ihres Wohnsitzes
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  • Sie sind verpflichtet, sich an Ihrem Wohnort in Deutschland innerhalb einer Woche bei der Meldebehörde anzumelden. Dazu gehen Sie in Ihrer Stadt zum Bürgeramt bzw. Einwohnermeldeamt.
  • Welche Unterlagen Sie hierzu mitbringen müssen, erfahren Sie meist auf den Internetseiten Ihres zuständigen Bürgeramtes. Meist lassen sich dort die Anmeldeformulare als PDF-Dokumente herunter laden. Oft sind darin der Name und die Adresse Ihres Vermieters anzugeben. Dessen Unterschrift wird heute oft nicht mehr benötigt. Sie müssen Ihren Nationalpass (bzw. Passersatzpapiere) vorlegen, und oft werden auch Personenstandsurkunden wie Geburtsurkunde, Heiratsurkunde und Familien benötigt.

Die eigentliche Aufenthaltserlaubnis
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Nachdem Sie Ihren Wohnsitz angemeldet haben, vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer Ausländerbehörde. Auf deren Internetseiten finden Sie die entsprechenden Telefonnummern oder E-Mail-Adressen zur Terminvereinbarung. Zu Ihrem Termin bringen Sie für sich und Ihre Familienan-gehörigen, die sich ebenfalls länger als drei Monate im Bundesgebiet aufhalten wollen, folgende Unterlagen mit:

 
  • vollständig ausgefülltes Antragsformular (Dieses Formular ist oft in verschiedenen Sprachversionen erhältlich.)
  • Ihren gültigen Nationalpass
  • 2 Passbilder, die den Richtlinien für Passbilder nach deutschem Recht entsprechen
  • Nachweis über die Sicherung des Lebensunterhaltes (Kontoauszüge, Arbeitsangebot, s.u.)
  • Unterlagen, die den (beabsichtigten) Aufenthaltszweck betreffen.
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So beantragen Sie eine Arbeitserlaubnis:
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Aufenthaltserlaubnis Deutschland

Eine Erwerbstätigkeit (unselbstständige Beschäftigung) ist Ihnen nur dann erlaubt, wenn dies in Ihrem Aufenthaltstitel ausdrücklich vermerkt ist. Das heißt: Wenn Sie sich in Deutschland aufhalten wollen, um als Arbeitnehmer tätig zu sein, dürfen Sie eine Beschäftigung regelmäßig nur mit Genehmigung der Ausländerbehörde ausüben. Hierfür müssen Sie meist folgende Unterlagen mitbringen:

  • falls bereits vorhanden, einen Arbeitsvertrag über die beabsichtigte Tätigkeit (bzw. ein Arbeitsplatzangebot)
  • eine von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber ausgefüllte Stellenbeschreibung (Vorlagen hierfür können Sie oft von den Internetseiten Ihrer Ausländerbehörde herunter laden.)
  • den von Ihnen ausgefüllten Antrag auf Erlaubnis einer Beschäftigung (Das Formular finden Sie ebenfalls auf den Internetseiten Ihres Ausländeramtes.)

Die Ausländerbehörde klärt die Möglichkeit einer Beschäftigung in einem internen Zustimmungsverfahren mit der örtlich zuständigen Arbeitsagentur. Für die Beteiligung der Arbeitsagentur ist eine gewisse Zeitdauer erforderlich. Sie können also eine Entscheidung nur dann sofort erhalten, wenn die Bundesagentur für Arbeit der Tätigkeit nicht zustimmen muss.

Welche Beschäftigungen zustimmungsfrei und welche zustimmungsbedürftig sind, können Sie der Beschäftigungsverordnung entnehmen. Und das Verfahren und die Zulassung von Ausländern, die in Deutschland leben und eine Beschäftigung ausüben wollen, sind in der so genannten Beschäftigungsverfahrensverordnung geregelt.

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Wenn Sie sich in Deutschland aufhalten wollen, um selbstständig tätig zu sein, beachten Sie bitte folgende Informationen zu §21 AufenthG. Der Ausländerbehörde müssen Sie in diesem Fall einen Krankenversicherungsnachweis vorlegen.


Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit §21 AufenthG
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Nur für Staatsangehörige, die keine EU-, EWR- oder Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen. Eine Aufenthaltserlaubnis zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit kann Ihnen erteilt werden, wenn:

  1. ein übergeordnetes wirtschaftliches Interesse oder ein besonderes regionales Bedürfnis besteht,
  2. die Tätigkeit positive Auswirkungen auf die Wirtschaft erwarten lässt und
  3. die Finanzierung der Umsetzung durch Eigenkapital oder durch eine Kreditzusage gesichert ist.

Die Voraussetzungen von Nr. 1 und Nr. 2 sind in der Regel gegeben, wenn mindestens 500.000 Euro investiert und fünf Arbeitsplätze neu geschaffen werden. Die Prüfung der Voraussetzungen erfolgt gegebenenfalls unter Einbeziehung fachkundiger Stellen (wie z.B. Industrie- und Handelskammern (IHK)).


Aufenthaltserlaubnis DeutschlandZur Prüfung der Voraussetzungen ist grundsätzlich die Vorlage eines vollständigen Firmenprofils, d.h. eine strukturierte und detaillierte Beschreibung einer Geschäftsidee, erforderlich. Die entsprechenden Formulare stehen Ihnen meist auf den Internetseiten des Ausländeramtes zur Verfügung.

Oft sind es diese:
  • Firmenprofil / Company Profile
  • Businessplan / Business Plan
  • Geschäftskonzept / Concept
  • Kapitalbedarfsplan / Capital Requirements
  • Finanzierungsplan / Capital Budget
  • Ertragsvorschau / Business Forecast
  • Lebenslauf /Curriculum Vitae
  • Merkblatt Krankenversicherungsschutz
  • Ertragsvorschau / Business Forecast

Wenn Sie z.B. selbstständiger Architekt, Künstler, Sprachlehrer oder in einem anderen Beruf freiberuflich tätig sind, müssen Sie kein Firmenprofil und keinen Businessplan vorlegen. Die Ausländerbehörde prüft Ihren Antrag anhand Ihres Lebenslaufs, Ihrer Berufserfahrung und Qualifikationen sowie eventuell vorhandener Referenzen.

Trotzdem sollten Sie die erfolgreiche Finanzierung Ihres Vorhabens belegen. Hierfür finden Sie auf den Internetseiten Ihrer Ausländerbehörde oft ein entsprechendes Formular (z.B. Ertragsvorschau / Business Forecast). Bevor Ihnen die Aufenthaltserlaubnis erteilt werden kann, müssen Sie eine eventuell erforderliche Erlaubnis zur Ausübung Ihres Berufs vorlegen.

Unternehmensgründer, die älter sind als 45 Jahre, müssen zusätzlich eine angemessene Altersversorgung nachweisen. Dies setzt voraus, dass sie mit 65 Jahren voraussichtlich über ein Vermögen von mindestens 180.000 Euro für ihren Ruhestand verfügen werden!

Ihr Ausländeramt kann Ihren Antrag schneller bearbeiten, wenn Sie alle Formulare vollständig ausfüllen und in zweifacher Ausfertigung dem Antrag beifügen. Trotzdem müssen Sie für die Prüfung Ihres Antrags mindestens 8 Wochen einplanen! Ihr Antrag kann abgelehnt werden, wenn die erforderlichen Unterlagen nicht innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach Antragstellung bei Ihrer Ausländerbehörde vorliegen.

Bei Genehmigung Ihres Antrags erteilt Ihnen Ihre Ausländerbehörde üblicherweise eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer von 1 bis 3 Jahren. Ob Ihre Aufenthaltserlaubnis dann verlängert werden kann, wird anhand der Angaben Ihres Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Steuerbevollmächtigten in einem Prüfungsbericht entschieden.

Bei vielen Fragen zum Thema Selbständigkeit in Deutschland können Sie sich oft telefonisch oder per E-Mail an Ihre zuständige Ausländerbehörde oder an Ihre IHK wenden.

Wenn Sie sich in Deutschland zum Familiennachzug zu einem deutschen oder ausländischen Familienangehörigen oder zum Studium aufhalten wollen, müssen Sie die allgemeinen Voraussetzungen beachten. Ein Visumverfahren ist auch hier nicht erforderlich.

Kosten der Aufenthaltserlaubnis

Die Aufenthaltserlaubnis von mehr als einem Jahr kostet 60 €. Für minderjährige Kinder wird jeweils die Hälfte fällig.

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Lesen Sie auch:
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"Umzug nach Deutschland: Die 'Basics" (Grundlegende Tipps zum Umgang mit Behörden und anderen Anlaufstellen in Deutschland)
 
"Umzug nach Deutschland: Von Telefonanschluss und Internet über Kabelanschluss bis GEZ" (Tipps zum Bestellen und Einrichten von Kommunikationsanschlüssen in Deutschland)
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Umzugsangebote kostenlos bei deutschen Umzugsfirmen einholen
 



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1 EU: Belgien, Bulgarien*, Dänemark, Estland*, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Lettland*, Litauen*, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen*, Portugal, Rumänien*, Schweden, Slowakische Republik*, Slowenien*, Spanien, Tschechische Republik*, Ungarn*, Zypern

* = Beitrittsstaaten (s.u.)

2 EWR: Norwegen, Island und Liechtenstein







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