| Alle Behördengänge sind absolviert, die Wohnung gekündigt und der Umzugstermin rückt immer näher - bleibt lediglich die Frage: soll ein Unternehmen beauftragt oder der Umzug in Eigenregie durchgeführt werden? Um Geld zu sparen, möchten viele ihren Umzug mit Freunden und Helfern aus dem Bekanntenkreis durchführen – doch nicht immer ist dies die beste Lösung. |
Auch beim Umzug auf Erfahrung bauen
Ein Umzug mit einer renommierten Spedition spart nicht nur Zeit, Energie und Nerven, sondern häufig auch Geld. Denn oft erlebt man später eine böse Überraschung, wenn bei unsachgemäßem Transport Möbel zu Bruch gehen. Doch eine professionelle Möbelspedition verfügt nicht nur über versierte Mitarbeiter, sie bietet auch einen Komplettservice mit Ein- und Auspackhilfe und Montagedienstleistung an. Besonders vorteilhaft: das Umzugsgut ist sogar gegen Beschädigung versichert.
Was Sie selbst vorab tun sollten:
Um das passende Unternehmen zu finden, benötigen Sie schon vorher eine Umzugsgutliste. Hierin wird der Umfang des Umzugsgutes festgehalten, aus dem der Gesamtpreis errechnet wird. Sie brauchen also einen konkreten Überblick über alle Möbel, Kartons und sonstigen Gegenstände, die transportiert werden sollen. |
|
Möglichst detaillierter Kostenvoranschlag und Besichtigungstermin
Der Spediteur erstellt Ihnen auf Basis dieser Informationen ein Angebot. Je genauer Ihre Liste ist, desto sicherer sind Sie vor nachträglichen Preisaufschlägen. Der Kostenvoranschlag sollte alle vereinbarten Nebenleistungen auflisten und natürlich unterschrieben sein. Prüfen Sie, ob Zusatzleistungen enthalten sind. Das sind zum Beispiel Packmaterial, Aufstellen von Halteverbotsschildern, Aufbau und Nutzung eines Außenlifts und das Aufbauen von Möbeln.
Damit die Spedition den erforderlichen Aufwand abschätzen kann, sollten alte und neue Wohnung vom Kunden und Spediteur gemeinsam besichtigt werden. Mit den Kostenvoranschlag und den Informationen über alle Leistungen bekommen Sie als Kunde einen guten Überblick. So können Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis besser einschätzen.
Zeitplan für die Auftragsvergabe
Es ist ratsam, schon sieben oder acht Wochen vor dem Umzugstermin Kontakt zu einer Spedition aufnehmen. Ist die Spedition noch nicht ausgelastet, sind Preisverhandlungen durchaus möglich. Hat man die Wahl, sollte der Umzug nicht unbedingt am Monatsende, wenn alle umziehen möchten, stattfinden.
 |
Auswahlkriterien für das richtige Umzugsunternehmen
Bei der Suche nach dem passenden Umzugsunternehmen lohnt es sich, auf die Empfehlungen von Freunden und Bekannten zu hören. Fast jeder hat schon einmal eine Spedition beauftragt und kann gute Tipps geben.
Wer berufsbedingt umzieht und für einen Konzern arbeitet, ist „fein raus“. In diesem Fall existieren meist schon Verträge zwischen der Firma und verschiedenen Umzugsunternehmen.
Die Personalabteilung verfügt im der Regel über eine Adressenliste und gibt gerne genaue Auskünfte.
Wird ein Speditionsunternehmen mit dem Umzug beauftragt, sollten Firmen bevorzugt werden, die einen guten Ruf haben und möglichst der AMÖ, der Arbeitsgemeinschaft Möbeltransport, angeschlossen sind. Denn AMÖ-Spediteure besitzen ein Zertifikat, das ihnen Professionalität und handwerkliches Können bescheinigt. |
Der Vertrag mit dem Spediteur
Ist der richtige Spediteur gewählt, schließt der Auftraggeber mit der Spedition einen Vertrag, in dem alle Einzelheiten schriftlich festgelegt werden. Firmen, die der AMÖ angeschlossen sind, erkennt man schnell an ihrem auffälligen Logo: ein rollendes Känguru mit einem Schrank in seinem Beutel.
Vorteil im Streitfall: bei so organisierten Speditionen hat man sogar Anspruch auf Leistungen der AMÖ-Schiedsstelle.
Selbstverständlich gibt es auch viele seriöse Spediteure, die nicht dem Bundesverband Möbelspedition angehören. Die genaue Prüfung und ein Vergleich verschiedener Firmen lohnen sich auf jeden Fall. Dabei sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
| |
1. Wie viele Umzugshelfer werden angeboten? |
| |
2. Zeitkalkulation des Spediteurs: Rechnet er vielleicht betont wenig Zeit ein? |
| |
3. Teilleistungen: Muss zum Beispiel ein Außenlift zusätzlich gezahlt werden? |
| |
4. Zahlungskonditionen: Wird vor dem Umzug oder erst nach Rechnungsstellung bezahlt? |
Drängt der Spediteur zum schnellen Abschluss eines Vertrages, sollten Sie lieber die Finger davon lassen. Ein seriöses Unternehmen ist auch bereit, mit Ihnen eine Vorort-Besichtigung zu machen, um einen guten Überblick zu bekommen.
Umzug per Internet Die Organisation Ihres Umzugs ist auch per Internet möglich und wird immer beliebter. Ein Umzugsunternehmen via Internet zu finden, ist sehr einfach, denn es existieren mittlerweile viele gute Plattformen im Web. Dort werden Ihre Angaben zum Umzug entgegengenommen und an Umzugsfirmen in der näheren Umgebung weitergeleitet. Im Anschluss erhalten Sie kostenlose Angebote relevanter Speditionen in der näheren Umgebung per E-Mail.
Zu guter Letzt: wer haftet im Schadensfall?
Bis zu einer Höchstgrenze haften Möbelspeditionen auch für Schäden, jedoch nur, wenn der Kunde vorher auch den realen Wert der Gegenstände angegeben hat und der Spediteur das Umzugsgut selbst verpackt hat.
Besonders wertvolle Gegenstände sind nicht in die Haftung mit eingeschlossen. Aber die Dinge, die einem besonders am Herzen liegen, transportiert man auch bei einem selbst organisierten Umzug meist im eigenen Auto. |