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| Deutsche Post |
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| Zwar habe ich schon einige Umzüge hinter mir, doch ich muss zugeben, dass meine bisherigen Wohnortwechsel eher einer kreativen Katastrophe als einer wohldurchdachten Unternehmung gleichkamen. Nicht nur, dass die tatsächlichen Ausgaben immer meine Erwartungen und meinen Geldbeutel übertrafen, der letzte Umzug hätte mich beinahe meine Beziehung gekostet. Deswegen habe ich mir diesmal vorgenommen die Dinge, die ich heute besorgen kann, ausnahmsweise nicht auf morgen zu verschieben und streng nach Plan vorzugehen. |
Damit ich nichts vergesse, habe ich mir eine Umzugscheckliste aus dem Internet geholt und jetzt, drei Wochen vor dem großen Tag, fühle ich mich das erste Mal gewappnet: Ein Nachmieter ist gefunden, mein Mietvertrag inkl. Übergabeprotokoll für die neue Wohnung unterschrieben, die ersten Sachen sind (in online bestellt wesentlich günstigeren Umzugskartons) verpackt, auf dem Flohmarkt verkauft oder auf nimmer Wiedersehen dem Sperrmüll übergeben. Ein Transporter ist ebenfalls reserviert. Laut Checkliste fehlt vorerst nur noch der Nachsendeservice bei der Deutschen Post.
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Damit man sicher gehen kann, dass man Post, die noch an die alte Anschrift adressiert ist, auch erhält, sollte man den Service spätesten zwei Wochen vor dem Umzugstag in Auftrag geben. Etwas irritiert war ich von der Bezeichnung: Früher hieß diese Leistung nämlich mal Nachsendeauftrag oder auch Nachsendeantrag, heute ist der offizielle Name „Nachsendeservice“. Alle drei Begriffe meinen aber dasselbe – da wollte sich die Post wohl einen moderneren Anstrich geben.
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Modern – und vor allem praktisch – ist die Antragsstellung per Online-Formular. Umzüge sind sowieso schon stressig genug, da bin ich dankbar über alles, was sich leicht über das Internet organisieren lässt. Um den Nachsendeservice in Auftrag zu geben, muss ich, statt meine notorisch überfüllten Filiale um die Ecke, nur noch die Webseite der Post besuchen: Unter der URL http://www.umzugsklick.de/post-nachsendeservice-wl.html findet man das Antragsformular für den Nachsendeservice.
Kosten und Dauer
Die Nachsendung der Post kann man für sechs oder für 12 Monate beantragen. Als Privatkunde kosten mich sechs Monate 15,20 Euro, für 12 Monate müsste ich 25,20 Euro zahlen. Für Geschäftskunden ist der Service mit 30,20 Euro (sechs Monate) bzw. 50,20 Euro (ein Jahr) zwar teurer, dafür aber steuerlich absetzbar. Auch ins Ausland kann ich mir meine Briefe nachschicken lassen.
Ich wähle sechs Monate, bis dahin sollte jeder über meine neue Adresse informiert sein und zur Not kann ich den Service immer noch für ein halbes Jahr verlängern. Jetzt noch den Grund für meinen Nachsendeantrag eingeben: Umzug, Sterbefall, Vorübergehende Abwesenheit und Insolvenz- und Betreuungsfall lauten die Auswahlmöglichkeiten. Umzug ist bereits vorausgewählt, daher kann ich gleich das Datum für den Beginn der Nachsendung eingeben.
Die Nachsendung von Päckchen und Paketen kostet extra: 3,90 Euro pro Sendung. Kataloge – im Postdeutsch als Infopost schwer bezeichnet - kann ich mir unentgeltlich nachsenden lassen, genauso Blindenpost (Nachrichten und Zeitungen in Braille-Schrift). Von der Nachsendung ausgenommen sind Werbe- und Pressesendungen, auch meine Tageszeitung und andere Magazine werden mir nicht von der Post nachgeschickt, hier muss ich die Abos selbst ändern.
Nun folgt die Eingabe meiner persönlichen Daten, der alten und der neuen Adresse. Auf der nächsten Seite kann ich dann angeben, wie ich bezahlen möchte: per Lastschrift, per Online-Überweisung oder per Kreditkarte. Ich wähle Lastschrift und klicke auf „weiter“. Dann informiert mich die Post noch über die Datenschutzbedingungen und ich schließe meinen Auftrag ab.
Der Antrag hat mich nur wenige Minuten und ein paar Klicks gekostet und jetzt bin ich gespannt, ob der Service auch hält, was er verspricht ... |
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Es ist etwas mehr als ein Monat vergangen und ich muss sagen, dass bisher alles reibungslos geklappt hat. Zwar hatte ich mir vorgenommen die wichtigsten Kontakte, wie meine Bank usw. trotz des Nachsendeservices selbst über meine neue Adresse zu informieren, es aber im Stress doch vergessen. Gleich ein paar Tage nach dem Umzug kam ein mit einem Etikett überklebter Brief von der Bank. Als ich daraufhin bei der Bank anrief, um meine Adresse ändern zu lassen, war dies dank der Mitteilung der Post schon erledigt – wunderbar!
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Die vielen Gimmicks wie die Klingelschilder und kostenlose Probeabos, die mir durch die Post zugestellt wurden, habe ich zwar nicht genutzt (für vorgefertigte Schilder halte ich mich zu kreativ, für Abos zu schusselig, da ich sicher vergesse, diese rechtzeitig wieder abzubestellen) denke aber, dass sie dem ein oder anderen sicher nützlich sein könnten. Auch das Magazin „Neues Zuhause“, das Privatkunden zusätzlich zum Nachsendeservice von der Post kostenlos geliefert bekommen, hält ein paar wertvolle Tipps für den Umzug bereit.
Alternativen
Wirkliche Alternativen zum Nachsendeservice gibt es nicht. Eine Möglichkeit ist noch, Briefe von der Post „sicher und diskret“ lagern zu lassen. Der Lagerservice ist eigentlich eher für eine kurzfristige Abwesenheit, etwa einen Urlaub, gedacht, damit der Briefkasten nicht überquillt. Aber auch bei Umzügen kann man seine Briefe lagern lassen. Nach der vereinbarten Zeit schickt die Deutsche Post dann die Briefe und Postkarten zu – da muss natürlich sichergestellt sein, dass die Sendungen dann an die neue Adresse gehen.
Der Lagerservice kostet bis zu einem Monat 8,20 Euro, bis zu drei Monaten 10,20 Euro für Privatkunden, Geschäftskunden zahlen 15,20 Euro bzw. 20,20 Euro. Die Antragstellung funktioniert ähnlich einfach wie beim Nachsenderservice.
Nicht gelagert werden Päckchen und Pakete, Kataloge, Blindensendungen, Einschreiben, Nachnamesendungen und Postzustellungsaufträge.
Fazit:
Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Nachsendeservice der Post. Die Antragsstellung ist schnell und einfach erledigt und die Ausführung lief ohne Probleme. Einzig die Kosten für Päckchen und Pakete finde ich doch recht teuer und warum Zeitschriften- und Zeitungsabos vom Nachsendeservice ausgeschlossen sind, hat sich mir bisher auch nicht erschlossen. Angesichts des Mangels an Alternativen und der reibungslosen Durchführung überwiegen die Vorteile jedoch deutlich den Kostenaufwand.
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