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Zu gesetzlichen und arbeitsrechtlichen Regelungen für den Umzugsfall

Besteht ein Anspruch auf Sonderurlaub bei Umzug?

Auch wenn grundsätzlich kein Anspruch auf Extra-Urlaubstage für Arbeitnehmer bestehen die umziehen, so kann man doch feststellen, dass die Bewilligung von Sonderurlaub auch nicht ganz ausgeschlossen ist. Um es gleich auf die wesentlichen Punkte zu bringen: Es kommt auf die vorzeigbaren Leistungen des Mitarbeiters und auf das gute, persönliche Verhältnis zum Chef an!

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sonderurlaub umzug

Auch Sie haben sicher schon oft von anderen Aussagen gehört wie: "Wenn man umzieht, hat man grundsätzlich gesetzlichen Anspruch auf Urlaub." Nun, dem ist tatsächlich aber nicht so. Weder das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) noch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sehen dies vor. Laut § 616 BGB ergibt sich zwar ein Anspruch auf Dienstbefreiung, wenn der Arbeitnehmer aus persönlichen Gründen unverschuldet und für verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit an der Arbeitsleistung gehindert ist.

Dies deckt Fälle wie die Geburt des eigenen Kindes, den Tod eines nahen Verwandten (Eltern, Ehepartner oder Kind) oder etwa die Betreuung eines erkrankten Kindes (unter 12 Jahren) ab, wenn es im Haushalt keine andere Betreuungsperson gibt. Für den Umzugsfall greift § 616 BGB nur dann, wenn umziehen während der Arbeitszeit objektiv notwendig ist. Dies wäre z.B. bei einem Umzug aus betrieblichem Grund der Fall, wenn etwa der Arbeitnehmer an einen anderen Standort versetzt wird.


Wo kann ich nachlesen, ob ich Anspruch auf Urlaub habe?

Sinnvoller, als sich auf das BGB und "gesetzliche Regelungen" zu berufen, ist es, zunächst einmal im eigenen Arbeitsvertrag, in der Betriebsvereinbarung oder in der Tarifvereinbarung nachzulesen, was hier vorgesehen ist. Hierbei ist dann auch darauf zu achten, ob der eventuell vorgesehene Umzugsurlaub an Bedingungen geknüpft ist. Viele Arbeitgeber unterstützen z.B. gern den Wohnungswechsel aus betrieblichen Gründen, oft sogar mit 2 Tagen Urlaubsanspruch; während andere Umzüge oft als "Privatsache" angesehen werden.


Wen frage ich in Sachen Freistellung bei meinem Arbeitgeber?

umzug sonderurlaub

Sollte in Ihrem Arbeitsvertrag nichts zu dem Thema stehen, können Sie sich zunächst bei Ihren Kollegen informieren, wenn es einen Betriebsrat gibt, auch bei diesem. Ebenso können Sie sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an Ihren direkten Vorgesetzten oder an die Personalabteilung wenden.

Tipp: Bei einem guten und offenen Verhältnis zu Ihrem Vorgesetzten lohnt es sich ohnehin, diesen auf das Thema anzusprechen. Selbst wenn Sie vertraglich bzw. tariflich keine Ansprüche haben, kommt Ihr Chef Ihnen vielleicht ein wenig entgegen. Vielleicht dürfen Sie mal einen halben Tag früher gehen oder in einem bestimmten Zeitfenster einige Ummeldungen und andere Erledigungen über das Internet oder Telefon während der Arbeitszeit von Ihrem Arbeitsplatz aus machen.

Mit einem freundlichen, offenen Gespräch erreichen Sie in vielen Fällen mehr als mit Anspruchsdenken. Denn auch Ihr Chef ist schon einmal umgezogen.

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