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| Einwohnermeldeamt |
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| Mit dem Thema Zweitwohnsitz werden viele Bürger häufig zum ersten Mal dann konfrontiert, wenn nach dem Ende der schulischen Karriere eine Ausbildung begonnen oder ein Studium aufgenommen werden soll. Nicht immer sind die gewünschten Studiengänge und Ausbildungsplätze in unmittelbarer Nähe zum elterlichen Wohnsitz zu finden, so dass ein Umzug erforderlich wird. Infolge des Einzugs in ein Wohnheim oder eine Wohngemeinschaft müssen sich die angehenden Azubis und Studierenden mit der Frage befassen, wie, wann und wo der Zweitwohnsitz angemeldet werden muss. Wer nur unter der Woche am Studienort weilt und weiterhin einen Großteil der Zeit im elterlichen Haus verbringt, wird in der Regel beim Einwohnermeldeamt der Stadt, in der ein Studium begonnen wird, seinen Zweitwohnsitz anmelden. |
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Fristen für Wohnsitz-Anmeldung müssen beachtet werden
Gemäß den deutschen gesetzlichen Bestimmungen sieht das jeweils geltende Meldegesetz in den verschiedenen Bundesländern einen Meldepflicht vor. Ummeldungen wie Anmeldungen sieht der Gesetzgeber innerhalb einer Frist von einer Woche nach dem Einzug vor. Wird diese Frist nicht in der notwendigen Art und Weise eingehalten, können die Mitarbeiter der Behörden dem Einzelfall entsprechend Bußgeldstrafen verhängen. Wie hoch diese Bußgelder ausfallen, kann vor allem davon abhängen, wie viel zu spät die Anmeldung des Zweiwohnsitzes erfolgt. Einer der wichtigsten Tipps jedoch sei bereits an dieser Stelle genannt: Wirkliche Kontrollen gibt es inzwischen im Melderecht nicht mehr in Deutschland. |
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Kein Vermieter-Nachweis mehr nötig
Auch müssen seit einigen Jahren keine Nachweise vom Vermieter über einen Einzug in Form eines Mietvertrages vorgelegt werden, wenn es an die Anmeldung des Wohnsitzes geht. Bürger, die ihren Erst- oder Zweitwohnsitz anmelden möchten, aber die gesetzlichen Bestimmungen zu den Fristen zu spät erkannt haben, sind nicht gezwungen, beim Einwohnermeldeamt den korrekten Einzugstermin zu nennen, wenn durch die richtige Aussage hierdurch mit einem Bußgeld zu rechnen wäre. In der Regel interessieren sich die Behördenmitarbeiter ohnehin nicht für das genaue Datum. Eher werden von den Behörden schlicht die Auskünfte vom Meldeformular übernommen. Dieses Meldeformular für den Zweitwohnsitz können Internetnutzer bequem über das Internet abrufen. Auch dieser Hinweis kann als einer der hilfreichsten Tipps verstanden werden. Denn wer nicht nur frühzeitig zur Sprechstunde erscheint, sondern bereits alle erforderlichen Unterlagen zur Hand hat, kann den zeitlichen Aufwand für An- und Ummeldung mit Bezug zum Wohnsitz gering halten. |
Zweitwohnsitz beim Nachwuchs ebenfalls zu berücksichtigen
Nicht nur im beruflichen Kontext oder im Zusammenhang mit dem Umzug aus Ausbildungsgründen spielt der Zweitwohnsitz bzw. die Prüfung, welche Anmeldungen vorzunehmen sind, eine zentrale Rolle. Die Frage danach, welches der Erst- und welches der Zweitwohnsitz ist, stellt sich auch im Falle einer Trennung der Eltern eines Kindes. Als Zweitwohnsitz für den Nachwuchs wird meist der Wohnort des oder der Erziehungsberechtigten eingetragen, an dem die lieben Kleinen am wenigsten Zeit verbringen. Der Wohnort des Elternteils, bei dem die Kinder am häufigsten untergebracht sind, ist entsprechend als Erstwohnsitz vorgesehen. |
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Steuerlicher Aspekt bei Anmeldung des Zweitwohnsitzes
Erst- und Zweitwohnsitz sind auch aus steuerlicher Sicht ein wichtiges Thema. So gibt es in Deutschland die so genannte Zweitwohnungsteuer, die von den Kommunen beziehungsweise Gemeinden erhoben wird. Ob und in welcher Form die Gemeinden Steuern für den Zweitwohnsitz einfordern, entscheiden die Kommunen meist selbst. Steuerforderungen können auch dann anfallen, wenn die Zweitwohnung im selben Ort wie der Erstwohnsitz liegt. Unterschiede gibt es hier regional dahingehend, wie der Begriff Wohnung in den gesetzlichen Bestimmungen ausgelegt wird. Bürger sollten sich vor dem Umzug informieren, welche Auslegungen am neuen Nebenwohnort zugrunde gelegt werden für die Besteuerung.
Vielerorts kann es dazu kommen, dass selbst für Wohnmobile und Wohnwagen Zweitwohnsitzsteuern erhoben werden, wenn diese dauerhafte vor Ort stehen, wie dies etwa bei Dauercamping der Fall sein kann. Die Steuer sollte bei der Planung des Zweitwohnsitzes schon deshalb im Blick behalten werden, weil es in Deutschland deutliche regionale Unterschiede in der Besteuerung gibt. Nicht nur die Steuersätze selbst, auch die Kalkulation der Wohnflächen, die bei der Berechnung berücksichtigt werden, unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Bundesländern teils erheblich. |
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Viele Sonderregelungen zum Zweiwohnsitz und der Steuer
Seit einigen Jahren werden Studierende und Auszubildende in steuerlicher Hinsicht entlastet. Zumindest in einigen Regionen wird der Zweitwohnsitz nicht besteuert, wenn die Bewohner der Wohnung kein eigenes Einkommen vorweisen können. Wer noch mitten in der Ausbildung steckt und auf die finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen ist, muss ebenfalls nicht mit Steuerbelastungen rechnen. Alle Ausnahmeregelungen anzuführen zu führen, in denen keine Steuern für den Zweitwohnsitz erhoben werden, würde den Rahmen sprengen. Sicherheitshalber sollten sich Bürger im Zweifelsfall genauer informieren. Eine gute Anlaufstelle in dieser Sache sind unter anderem die regionalen Mietervereine. Auch beim Einwohnermeldeamt selbst erhalten Bürger Tipps, woran sie bei der Anmeldung des Zweiwohnsitzes denken müssen. Weitere Tipps zu gesetzlichen Bestimmungen bietet das Internet in Portalen zur Umzugsplanung. |
Genaue Berechnung der möglichen Steuer-Forderung
Verbraucher, die aus beruflichen Gründen einen Zweitwohnsitz anmelden müssen, muss sich gleichermaßen mit der Überlegung auseinandersetzen, welcher der beiden Wohnorte als Erst- und welcher als Zweitwohnsitz angegeben werden soll. Verbraucherschützer weisen immer wieder darauf hin, dass es sich unter steuerlichen Gesichtspunkten mitunter lohnen kann, den neuen Wohnort als Erstwohnsitz anzumelden, wenn eine Kalkulation der Steuerkosten erkennen lässt, dass die Steuerausgaben am früheren Erstwohnsitz im Falle einer Anmeldung als Zweitwohnsitz geringer ausfallen würden. Dies kann auch für Studierende mit eigenem Einkommen ratsam sein, wenn diese für ihren Zweitwohnsitz Steuern zahlen müssen. Allerdings – auch dies lassen die Tipps zum Umzug erkennen – kann die Ummeldung dazu führen, dass die Steuerkarte zukünftig von einer neuen Behörde zugestellt wird. Für den Nebenjob neben der Uni ist dies aber nicht von Bedeutung.
Dass Städte überhaupt eine Steuer für den Zweiwohnsitz erheben, liegt nicht an den gesetzlichen Bestimmungen im deutschen Melderecht, sondern daran, dass die Kommunen aufgrund der Mittel, die sie von Bund und Ländern pro Einwohner erhalten. Durch die Steuer soll ein Anreiz geschaffen werden, seinen Erstwohnsitz an den neuen Wohnort zu verlagern. |
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