Geldspartipps

Bereits vor dem Wohnungsauszug lassen sich effektiv Kosten einsparen

Beim Umzug kann man durch die Wahl eines günstigen Möbelunternehmens sparen – oder gleich auf professionelle Helfer verzichten und den Wohnungswechsel mit Freunden und Bekannten organisieren. Es gibt aber auch noch ein paar weitere Tipps, wie sich die Kosten für einen Umzug minimieren lassen.

Geld beim Umziehen sparen

Kreativ sein und konsequent sparen

Kosten sparen lassen sich bei der Beschaffung von Packkartons. Wird man im Freundes- und Bekanntenkreis nicht in Bezug auf gebrauchte Kartons fündig, kann man sich auf die Suche nach Mietkartons machen. In manchen Städten verleihen Spediteure Profikartons. Der Mietpreis ist günstiger als der Kauf, darüber hinaus ist die Anlieferung der Kartons gelegentlich inklusive und über die anschließende Lagerung der verwendeten Kartonagen braucht man sich auch keine Gedanken zu machen.

Praxistipp:

Beim Zusammenzug in eine gemeinsame Wohnung sollte man konsequent ausmisten. Das spart nicht nur Wohnraum, bzw. Lagerraum, auch das Transportvolumen wird geringer und dadurch reduzieren sich die Transportkosten.

Umziehenden werden einige kostenlose Services angeboten, die helfen Kosten zu sparen. Zum einen nimmt die Post gratis Adressänderungsmitteilungen entgegen. Das hilft im Zweifel Portogebühren zu bezahlen, um verschiedene Vertragspartner über die neue Anschrift zu informieren.

Kostenfalle Nachsendeauftrag

Achtung bei der Beauftragung des Nachsendeservices der Post. Neben dem Original der Deutschen Post finden sich Komplettanbieter im Markt, die regionale Postdienste in ein „Nachsendebundle“ einbinden und auf dem ersten Blick nicht vom Online-Angebot der Post zu unterscheiden sind. Dieser Effekt ist gewollt und wird von vielen Verbrauchern als Irreführung kritisiert. Wer sicher gehen will, sollte auf das Logo der Post achten und bedenken, dass der private Nachsendeauftrag für den Zeitraum von 12 Monaten nicht 50 oder 70 Euro kostet, sondern knapp 25 Euro.

Ebenfalls kostenfrei und ohne Verbindlichkeiten einzugehen, lassen sich Preisberechnungen bei regionalen Umzugsfirmen anfragen. Zwar sind die von den Betreibern gerne angegebenen Kosteneinsparungen von 40, 50 oder 60 Prozent unrealistisch, doch grade bei größeren Transportprojekten lohnt sich der Preisvergleich. Auch kann es sich auszahlen, nach dem vorliegenden Kostenvoranschlag, noch einmal nach zu verhandeln.

Wem die Zusammenarbeit mit einem Transportunternehmen zu kostspielig ist, könnte in Erwägung ziehen einzelne Transporthelfer zu engagieren. Studentische Hilfskräfte oder andere junge Leute lassen sich z. B. über Kleinanzeigen ausfindig machen. Die modernere und empfehlenswertere Variante ist die Zusammenarbeit mit einer Vermittlungsagentur für Umzugshelfer. Die Stundenlöhne der Aushilfskräfte bewegen sich in einem Bereich zwischen 10-20 Euro.

Je schneller sich ein Auszug, bzw. ein Einzug vornehmen lässt, desto günstiger fallen die Preise für die Anmietung von Transportfahrzeugen aus. Die Erfahrung zeigt, dass bei Autovermietungen keine großen Preisunterschiede festzustellen sind. Allerdings ist auf die Inklusive-Kilometer-Pauschale zu achten. Bei einer Anmietung eines Transporters, der sich über einige Hundert Kilometer bewegt, kann leicht ein ganz erheblicher Zuschlag anfallen, den man im Vorfeld einkalkulieren sollte.

Unnötige Kosten Ausgaben vermeiden

Energiekosten in der neuen Wohnung sparen

In Deutschland gibt es keine qualitativen Unterschiede bei Gas und Strom. Die jeweiligen Preise werden vom Energielieferanten bestimmt. Als Verbraucher ist es seit der Strompreis-Liberalisierung überall im Bundesgebiet möglich seinen Lieferanten selbst zu bestimmen. Wird nichts unternommen, kommt automatisch ein Vertrag mit einem Grundversorger zustande. Im direkten Vergleich zu günstigen Anbietern wie Yello Strom schneiden die lokalen Grundversorger preislich meistens schlechter ab. 

Einsparpotentiale im Überblick

  1. 1. Doppelmiete vermeiden – geforderte Renovierungsarbeiten rechtlich prüfen.
  2. 2. Auf Rückzahlung der Mietkaution inkl. Verzinsung achten.
  3. 3. Umzugskisten mieten statt kaufen – kostenfreie Anlieferung statt Privattransport.
  4. 4. Kostenlose Services nutzen, z. B. die Umzugsmitteilung der Post.
  5. 5. Augen auf beim Nachsendeauftrag – Original beauftragen und nicht „freies Bundle“.
  6. 6. Transportkosten gratis kalkulieren lassen.
  7. 7. Arbeit mit freien Möbelträgern ist Alternative zu Firmen, Vermittlung nutzen.
  8. 8. Transportfahrzeuge (bei Bedarf) mit maximalen Inklusivkilometern mieten.
  9. 9. In der neuen Wohnung günstigen Stromlieferanten wählen.

Kündigungsfristen beachten

Umzug KündigungsfristenWichtig ist es, auf Kündigungsfristen zu achten. Am offensichtlichsten ist dies beim Mietvertrag: Wenn man nicht zwei Mieten zahlen möchte, kündigt man die alte Wohnung rechtzeitig.

Aber auch andere Verträge sollte man noch einmal hinsichtlich Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen durchlesen. Das gilt zum Beispiel für den Vertrag mit dem Telefonanbieter, dem Kabelanbieter oder auch den Stadtwerken. Eine rechtzeitige Kündigung spart die eine doppelte finanzielle Belastung.

Stoßzeiten vermeiden

Die beliebtesten Zeiten für Umzüge liegen naturgemäß am Anfang und am Ende des Monats. Sparen kann man, wenn man nicht zwingend auf einen Wohnungswechsel am 30. oder am Ersten eines Monats angewiesen ist – viele Umzugsunternehmen gewähren dann günstigere Konditionen.

Möbeltransport als Beiladung

Um seinen Hausrat von einer Wohnung in die andere zu transportieren, kennen die meisten Leute zwei Möglichkeiten: Privat mit einem Miettransporter oder mit einem professionellen Umzugsunternehmen, die einen LKW zur Verfügung stellen. Es gibt jedoch auch noch einen dritten Weg, den Transport der Möbel als Beiladung: Dabei wird nicht extra für den Umzug ein eigener Transporter gemietet; ein LKW, der die gewünschte Strecke sowieso fährt und noch Ladekapazitäten frei hat, lädt die Möbel auf und am gewünschten Ziel wieder ab. Diverse Umzugsportale im Internet stellen Angebote für diese günstige Alternative vor.

Renovierungskosten

Generell sollte man beim Unterschreiben des neuen Mietvertrags klären, wer wann für die Renovierung zuständig ist. Günstig ist es natürlich, wenn die Renovierung in der neuen Wohnung vom Vormieter oder vom Vermieter selbst übernommen und gezahlt wird. Bei der Wahl der Wohnung sollte man bereits auf möglicht sanierte Wohnungen achten. Auch der Bodenbelag sollte den eigenen Wünschen entsprechen – oder der Vermieter gibt sein Einverständnis, den Belag entsprechen auszutauschen bzw. für einige Monate einen Mietnachlass oder eine Mietbefreiung zu gewähren. Sonst kann der Wechsel von Teppich auf Laminat oder umgekehrt teuer werden.

Wurde in der alten Wohnung beim Einzug renoviert, übernimmt in der Regel auch der Nachmieter erneute Arbeiten wie das Streichen der Wände. Nicht herumkommen wird man aber um die im Mietvertrag vereinbarten Schönheitsreparaturen. Hier lässt sich am ehesten beim Material sparen. Wie immer gilt auch hier: Preise vergleichen und Angebote nutzen.

Tipp:

Für Renovierungsarbeiten in Eigenregie ist professionelles Werkzeug unerlässlich. Sollten Sie nicht selbst über die entsprechenden Gerätschaften verfügen oder im Bekanntenkreis einen Hobbyheimwerker haben, lassen sich Bohrer & Co gegen eine geringe Gebühr im Baumarkt mieten.

Rabatte und Gutscheine

Umzug Rabatte Geld sparen

Zieht man berufsbedingt um, lohnt es sich, den neuen Arbeitgeber nach Firmenrabatten für Mietwagenfirmen zu fragen. Da der Arbeitgeber die Umzugskosten in Höhe des Pauschbetrags (1121 Euro für Ehepaare, 561 Euro für Ledige) steuer- und sozialversicherungsfrei absetzen lassen kann, ist es zudem gut möglich, dass er gewillt ist, Ihre berufsbedingten Umzugskosten zu übernehmen - sprechen Sie ihn einfach mal auf seine daraus resultierenden Steuervorteile an.

Aber auch bei einem rein privat motivierten Umzug kann man mit einer geschickten Nutzung von Rabatten und Gutscheinen sparen: viele Möbelspeditionen und Mietwagenfirmen gewähren zum Beispiel Rabatte für Studenten und Azubis. Vergibt man Aufträge online oder mietet einen Transporter über das Internet, lassen sich bei vielen Firmen wieder ein paar Euro sparen.

Tipp:

Mit dem Antrag auf Nachsendung bei der Deutschen Post, werden Ihnen viele solcher Gutscheine frei Haus geliefert.

Ähnliche Online-Rabatte gewähren Telekommunikations- und Kabelanbieter ihren Neukunden. Da entfallen beispielsweise die Anschlussgebühren oder der Kunde erhält attraktive Prämien.

Verpackungsmaterial und Umzugskartons bekommt man ab einer bestimmten Abnahmemenge ebenfalls zu günstigeren Stückpreisen. Damit sich diese Angebote lohnen, kann man sich eventuell mit Freunden oder Bekannten zusammenschließen, die ebenfalls einen Umzug planen, und gemeinsam bestellen. Ist das nicht möglich, sind gebrauchte Umzugskartons eine Alternative. Diese kann man über das Internet beziehen.

Ein großes Einsparungspotential bieten Online-Gutscheine. In größeren Städten gewähren Sperrmüll- und Räumungsunternehmen ihren Kunden ebenfalls Preisnachlass, wenn sie online beauftragt werden und wenn dabei ein Gutscheincode eingegeben wird. Die Gutscheine findet man direkt auf den Webseiten der für die Sperrmüllabholung zuständigen Unternehmen.

Auf ähnliche Weise kann man bei der Einrichtung einer Halteverbotszone sparen. Diese ist notwendig, um den Umzugswagen vor der Wohnung abstellen und be- und entladen zu können, kostet aber Gebühren. Online kann man auch hier Gutscheine finden, die in der Regel 50 Prozent Ersparnis bringen.

Sparen beim Möbeltransport

Kostenlose Preisberechnungen online anfordern.

Nach der Eingabe der wichtigsten Wohnungsdetails wird die Anfrage an verschiedene Möbelspediteure weitergeleitet und der Interessent erhält kurze Zeit später ein unverbindliches Angebot von einer Firma aus seiner Nähe.

Auf diese Weise kann man die ungefähren Kosten für einen Wohnungswechsel von Profis berechnen lassen.

Telekom gratis informieren

Die Anschrift der Telekom-Rechnung lässt sich für Kunden im Kundencenter online aktualisieren.

Im Special „Umziehen mit der Telekom“ erfährt man mehr über den Bereitstellungspreis, wenn der bestehende Festnetzanschluss in eine neue Wohnung umgezogen werden soll.

Kostenlos kann die Umzugsmitteilung der Telekom auch per pdf-Formular mitgeteilt werden. Das Änderungsformular stellen wir zum Download in unserem Ratgeber bereit.

Dort erfährt man auch mehr zu den Themen Tarifänderung, Upgrade und über die Konditionen bei einem Wechsel zur Telekom.

Adressänderung mitteilen

Adresse ändern – ohne Kosten neue Anschrift mitteilen

Die Post nimmt die Bekanntgabe der neuen Anschrift online entgegen. Der Service nennt sich Umzugsmitteilung und bietet in der stressigen Phase des Umziehens den Vorteil, einige Vertragspartner und Institutionen auf diesem Weg informieren zu können.

Die Adressänderung wird mittels eines Online-Formulars vorgenommen.

Beim Stromspreis sparen

Mit Hilfe eines Strompreiskostenrechners lässt sich schnell ermitteln, wie günstig Yello Strom am neuen Wohnort bezogen werden kann.

Jährlich lassen sich leicht einige Hundert Euro einsparen, in dem man sich für einen preiswerten Stromanbieter entscheidet. Die Einsparungspotentiale sind selbstverständlich abhängig von der Wohnungsgröße.

Auch ein preiswerter Gaslieferant lässt sich über Online-Rechner ermitteln. Für Gas gilt ebenso wie für Strom: Es existiert faktisch kein qualitativer Produkt-Unterschied zwischen den einzelnen Versorgern.