Umzugtipps

Berufsbedingt umziehen – Tipps zum steuerlichen Absetzen und zur Organisation

Neuer Job - neue Wohnung. Ein berufsbedingter Umzug ist oft der Startschuss in ein neues Leben.Wenn die heutigen Bürger im Rentenalter oder Arbeitnehmer älterer Generationen die Veränderungen in der Arbeitswelt beobachten, kommt ihnen vieles fremd vor. Nicht nur dass ein immer höheres Arbeitstempo und der Fortschrittsgedanke in den meisten Unternehmen eine weit größere Rolle als in früheren Jahrzehnten spielen. Noch etwas anderes wäre vor zwei bis drei Jahrzehnten vielfach fast unmöglich gewesen.

Während Berufstätige lange Zeit im Einzelfall bis ans Ende ihres aktiven Berufsleben in ein und dem selben Unternehmen tätig waren und dabei stets am selben Standort arbeiteten, ist ein berufsbedingter Umzug für den modernen Arbeitnehmer nicht selten eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen, um beruflich Fuß zu fassen und Aufstiegschancen wahrnehmen zu können.

Die Firmen von heute sind in der Regel nicht mehr regional vertreten, sondern verfügen häufig über Zweigstellen im gesamten Bundesgebiet und auch internationale Einsätze sind in vielen Arbeitsbereichen sozusagen an der Tagesordnung. Wer als Arbeitnehmer frühzeitig für sich entscheidet, dass ein berufsbedingter Umzug eher nicht in Frage kommt, bringt sich schnell um die Gelegenheit, es beruflich „zu etwas zu bringen“.

Praxistipp:

Sofern es sich um zeitlich beschränkte Arbeitseinsätze handeln, bieten Unternehmen ihren Mitarbeitern in vielen Fällen Werkwohnungen oder übernehmen für die Zeit der Tätigkeit fern der Heimat die Mietkosten. Zumindest wenn es sich um verdiente Mitarbeiter handelt, die für das wirtschaftliche Vorankommen von großer Bedeutung sind.

Weil in diesen Fällen die Finanzämter den Antrag häufig trotz Vorlage des Attestes nicht anerkennen, ist vor dem geplanten Umzug eine Steuerberatung anzuraten.

Ähnlich verhält es sich bei Menschen, die wegen eines Handicaps z. B. in eine behindertengerechte Wohnung umziehen müssen. Hier wird seitens des Finanzamtes gerne argumentiert, dass die Umzugskosten bereits mit dem Behinderten-Pauschalbetrag abgegolten seien. Dies ist jedoch nach Rechtssprechung des Bundesfinanzhofes mit einem Urteil von 1988 falsch und die Umzugskosten können zusätzlich als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

Berufsbedingt umziehen: Unternehmen stellen mitunter Wohnungen für den Übergang bereit

Doch nicht nur innerhalb der unternehmerischen Strukturen ist ein berufsbedingter Umzug längst keine Seltenheit mehr. Auch Arbeitssuchenden wird inzwischen abverlangt, dass sie schon im Vorstellungsgespräch die Bereitschaft zu einem Wechsel des Wohnortes erkennen lassen.

Tipp:

Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, scheitern die Kandidaten vielfach schon in der ersten Bewerbungsrunde. Ist der Wille zur Mobilität vorhanden und stimmen zudem die Qualifikationen für die ausgeschrieben Stelle, stehen die Chancen gut, dass Bewerber aus der Konkurrenz als Idealbesetzung ausgewählt werden.

So manches Unternehmen hilft seinen neuen Mitarbeitern im weiteren Verlauf bei der Suche nach einer angemessen Wohnung oder stellt auch hier wenigstens für eine Übergangsfrist eine Wohnung, bis die Arbeitnehmer die passende Wohnung gefunden haben. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass zwischen einer Job-Zusage und dem Start in die neue Phase des Berufslebens nur wenige Tage oder höchstens Wochen liegen können.

Die Unternehmen handeln also bei ihrer Unterstützung zugunsten ihrer frisch gebackenen Mitarbeiter im eigenen Interesse. Ist ein berufsbedingter Umzug zügig überstanden, können sich die Mitarbeiter voll und ganz ihrem neuen Aufgabengebiet widmen.

Bei einem berufsbedingten Umzug ist der Umzugstag oft gar nicht weit entfernt. Die richtige Umzugsplanung hilft dabei Stress zu vermeiden.Schnellere Kündigung, wenn interessierte Nachmieter angeboten werden können

An den Strapazen und Mühen, die ein berufsbedingter Umzug mit sich bringt, ändert die Hilfe von Seiten des Arbeitgebers aber nur bedingt etwas. Denn es gibt viel zu tun.

Ist ein neue Wohnung am neuen Arbeitsort oder wenigstens in der Nähe gefunden, muss schleunigst die alte Wohnung gefunden werden. Optimal gestaltet sich die Situation für Mieter dann, wenn sie ihrem Vermieter einen passenden Nachmieter anbieten können.

Auf diese Weise kann es mit etwas Glück dazu kommen, dass die bisherigen Mieter ungeachtet der gesetzlichen Kündigungsfristen aus ihrem laufenden Mietvertrag aussteigen können und Sie so Kosten sparen. Andernfalls können Mieter nur auf das Verständnis der Vermieter hoffen. Ist dies jedoch nicht gegeben, sind doppelte vorübergehende doppelte Mietzahlungen möglich, bis der Mietvertrag für die frühere Wohnung endlich ausläuft.

Hilfe aus Profihand – die bessere Wahl bei berufsbedingten Umzügen?

Ist dieses Problem gelöst, stellt sich die Frage, wie das Mobiliar und all die anderen Habseligkeiten schnell und mit dem geringst möglichen Arbeitsaufwand von A nach B transportiert werden können. Denn ein berufsbedingter Umzug aus eigener Kraft ist einmal mehr eine erhebliche Mehrbelastung, während man sich eigentlich bereits im neuen Job profilieren müsste.

Glücklich schätzen können sich die Arbeitnehmer, denen der Arbeitgeber auch in diesem Punkt finanziell unter die Arme greift. Allerdings geschieht dies wohl vorrangig bei hochqualifizierten Mitarbeitern, der „kleine“ Berufstätige muss sich normalerweise selbst um alles kümmern.

Deshalb beauftragen die meisten Verbraucher, auf die ein berufsbedingter Umzug ohne reichlich Zeit für Planung, Organisation und Durchführung eines Wohnortswechsels zukommt gerne eine Umzugsspedition. Die Erfahrung der Unternehmen sorgt dafür, dass alles reibungslos vonstatten geht.

Dass dieser Service seinen Preis hat, nehmen die Kunden gerne in Kauf. Trotzdem kann man Geld sparen. Nicht zuletzt auch aus dem Grund, weil viele Anbieter von Umzugsdienstleistungen inzwischen neben der eigentlichen Umzugsarbeit zusätzliche Leistungen in ihre Produktpaletten aufgenommen haben.

Berufsbedingter Neustart: „Möbelträger“ helfen heute gelegentlich auch bei Ummeldungen

Denn auch die erforderlichen Ummeldungen bzw. Anmeldungen stellen eine nicht unerhebliche zeitliche Belastung für die Arbeitnehmer dar, die so früh wie möglich ohne Einschränkungen ihrem Arbeitgeber zur Verfügung stehen müssen.

Aus Erfahrung:

Für Behördengänge bleibt oft schlicht keine Zeit, zumal die Öffnungszeiten der Einwohnermeldeämter meist dann sind, wenn man selbst gerade im Büro sein muss. Umzugsunternehmen haben diese Marktlücke schon vor einigen Jahren erkannt und diese Lücke mit neuen Angeboten gefüllt.

So können Kunden der Unternehmen der Umzugsbranche selbst die Anmeldung des neuen Wohnsitzes erledigen lassen. Das Problem in diesem Punkt ist nämlich: Nur in einigen wenigen deutschen Städten kann die Ummeldung vom alten auf den neuen Wohnort postalisch erfolgen. Und selbst dann kommen Bürger nicht umhin, der zuständigen Meldestelle einen persönlichen Besuch abzustatten, weil die neue Anschrift im Personalausweis eingetragen werden muss.

Unbedingt auf Vollständigkeit der Unterlagen achten

Viele Umzüge sind berufsbedingt - eine Reihe von Umzugskosten lassen sich geltend machen. Die Erleichterung durch Dienstleister ist an dieser Stelle also durchaus beträchtlich. Die Unternehmen helfen insofern, dass die Kunden die erforderlichen Unterlagen wie das Anmeldeformular als Download aus dem Internet ausfüllen und mitsamt der erforderlichen Dokumente an den Umzugsanbieter aushändigen können.

Ein Mitarbeiter der Spedition nehmen dann die teils langen Wartezeiten beim Einwohnermeldeamt auf sich. Ein berufsbedingter Umzug kann in diesem Punkt somit einmal mehr deutlich vereinfacht werden.

Auch die Ummeldung des Kfz beim Amt kann bei Vorlage der Vollmacht für die Ummeldung (die natürlich bei der Wohnsitzummeldung gleichermaßen erforderlich ist) der Fahrzeugpapiere und des Versicherungsnachweises im Auftrag erfolgen. Hilfreich sind solche Angebote insbesondere dann, wenn man am neuen Wohnort niemanden kennt, der stellvertretend den Gang zur Behörde auf sich nehmen kann.

Fazit:

Alles in allem muss ein berufsbedingter Umzug also nicht automatisch an die Grenzen der körperlichen und nervlichen Belastbarkeit führen. Es gibt Mittel und Wege, um sich als Berufstätiger Arbeit durch Profis abnehmen zu lassen. In Frage kommen solche Hilfestellungen auch dann, wenn Arbeitnehmer aus der Vergangenheit bereits wissen, wie anstrengend und zeitaufwendig ein berufsbedingter Umzug fast immer ist.