Umzugstipp

Den Auszug vorbereiten und nicht die Nerven verlieren – unsere Checkliste hilft

In Eigenregie ist sicherlich die überwiegende Mehrheit von uns schon einmal umgezogen. In jungen Jahren werden Umzüge meistens im Do-it-Yourself-Verfahren gestemmt. Das Umzugsgut hat ein weitgehend überschaubares Volumen. Die Finanzmittel sind limitiert. Idealistische Umzugshelfer lassen sich im privaten Umfeld zumeist reichlich rekrutieren. Adäquat zum "Plus an Lebenserfahrung" nimmt der persönliche Hausstand allerdings auch in der Regel zu.

Auszug vorbereiten

Vorgehensweise beim Wohnungswechsel in Eigenregie:

  1. 1. Umzugskisten organisieren
  2. 2. Zeitungen sammeln (Einpackpapier)
  3. 3. Möbelplan erstellen (welche Möbel wo hin, was kann weg?)
  4. 4. Auszugstermin festlegen
  5. 5. Transporthelfer organisieren (Freunde, Bekannte, Verwandte, Aushilfskräfte)
  6. 6. Ablaufplan erstellen (Checklisten nutzen, Termine organisieren)
  7. 7. Kosten für den Wohnungswechsel überschlagen (ggf. Kleinkredit aufnehmen)
  8. 8. Konsequent ausmisten (auslagern, verkaufen, verschenken)
  9. 9. Transportfahrzeug reservieren, temporäre Halteverbotszone beantragen
  10. 10. Alternativ zu Transporthelfern – Preisangebot bei Firmen anfordern
  11. 11. Renovierung der bisherigen Wohnung
  12. 12. Post Nachsendeservice beauftragen
  13. 13. Wohnungsübergabe mit Protokoll und Ablesen der Zählerstände
  14. 14. Energieanbieterwechsel für die neue Wohnung in Erwägung ziehen (Strom, Gas)
  15. 15. Ummeldung bzw. Neuanmeldung der Festnetzanschlüsse (TV, Internet, Telefon)
  16. 16. Adressänderung bekanntgeben (GEZ, Post, Bank, Versicherung, Finanzamt, etc.)
  17. 17. Ummeldung bei der Meldebehörde am neuen Wohnort (Kfz, Wohnsitzänderung)

 

„Schlimmes passiert uns, Gutes planen wir!“ – je besser vorbereitet wird, desto reibungsloser gestaltet sich der Ablauf

Umzüge lassen sich einfach nicht bis ins letzte Detail planen. Irgend etwas unvorhergesehenes passiert immer. Entweder stehen nicht genügend Kartons zur Verfügung, Helfer sagen kurzfristig ab oder ein Fahrzeug verhindert das unmittelbare Parken vor dem Haus.

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass sich manches vorhersehen und damit vermeiden lässt. Eine Halteverbotszone bei der Stadtverwaltung zu beantragen ist ein gutes Beispiel hierfür. Transportprofis würden nie auf ein Halteverbot verzichten.

Wichtig:

Zeit“ ist der kritischste Faktor in der Vorbereitung. Mangelt es an Zeit, sind alle weiteren Organisationsschritte nur noch suboptimal zu erledigen. 3-4 Wochen vor dem Auszugstag sollte man daher aktiv werden und die noch bewohnten vier Wände auf den Ortswechsel vorbereiten.

Dazu gehört (leider für viele nicht selbstverständlich) die konsequent und permanent gestellte Frage: „Brauche ich das noch?“. Tipp: Das Transportvolumen lässt sich ganz entscheidend verringern, wenn Sie nicht alles 1:1 von der alten Wohnung in die neue Wohnung transportieren.

Privatumzüge sind eine hervorragende Gelegenheit um sich von alter Kleidung, Schallplatten, Urlaubsmitbringseln und abgenutzten Möbeln zu trennen.

Marktforschungen belegen, dass sich bei der Umzugsorganisation kaum jemand helfen lässt. Nahezu jeder, der in Deutschland umzieht, organisiert das Vorhaben im Do-it-Yourself-Verfahren. Die einzige Ausnahme bilden selbstverständlich bedürftige Personen oder jene, die mit der Unterstützung einer Relocation-Firma umziehen.

Relocation-Firmen übernehmen fast alles, was an Arbeiten beim Ortswechsel anfällt. Häufig werden die Kosten für diesen Komplettservice von Arbeitgebern übernommen. Besonders Mitarbeiter aus dem Führungsstab eines Unternehmens wird dieser Service gerne im Falle eines Arbeitsplatzwechsels angeboten.

Relocation-Spezialisten kümmern sich im Zweifelsfall sogar um alle behördlichen Angelegenheiten und nehmen selbst die notwendigen Arbeiten des Ummeldens vor.

Die größten Fehler in der Umzugsvorbereitung sind (Anfängerfehler):

  1. 1. Zu spät mit der Durchführung starten.
  2. 2. Zu wenig Verpackungsmaterial, vor allem Kartons.
  3. 3. Unqualifizierte Helfer (z. B. bei der Möbel- und Küchendemontage, Lampen abhängen).
  4. 4. Unzuverlässige Hilfskräfte/mangelnde Unterstützung am Auszugstag.
  5. 5. Geldnot
  6. 6. Parkplatzsuche
  7. 7. Einzug in die neue Wohnung zu vorgerückter Tageszeit (Stau, Übermüdung, kein Tageslicht).
  8. 8. Mangelhafte Beschriftung der Kartons, chaotisches Abladen in der neuen Wohnung
Wohnungsumzug managen vorbereiten

Do-It-Yourself

Bei einem Umzug in Eigenregie ist ungleich mehr zu organisieren und zu bedenken. Während der Kunde einer Möbelspedition noch in der alten Wohnung Kaffee trinkt, geht es für den Do-It-Yourself-Umziehenden bereits ans Packen und Beschriften der Kartons. Dafür spart man eine Menge Geld, das man zum Beispiel in neue Möbel investieren kann.

Do-It-Yourself-UmzugDas A und O des selbstorganisieren ist eine gute und frühzeitige Planung: Man sollte sich detaillierte Listen machen mit den Dingen, die man benötigt. Dazu gehören Kartons in ausreichender Anzahl. Pro qm Wohnfläche veranschlagt man etwa einen Karton und ein paar Reservekartons. Dazu kommen Packpapier, eventuell eine Sackkarre, um Waschmaschine oder Herd aus der Wohnung zu bekommen, Werkzeug und Proviant für die freiwilligen Helfer.

Den passenden Transporter muss man selbst anmieten. Daher ist es wichtig, die Menge des Hausrats möglichst genau abzuschätzen, um zu wissen, wie groß der Wagen ungefähr ausfallen muss. Als Laie verschätzt man sich oft und veranschlagt zu wenig. Möchte man zudem nicht mehr bezahlen als nötig, kommt man über das Vergleichen der Preise mehrerer Anbieter nicht herum.

Weiterhin muss man sich darum kümmern, wo man den Umzugswagen abstellen kann – also gegebenenfalls eine Halteverbotszone am alten und am neuen Wohnort beantragen, falls keine ausreichenden Parkmöglichkeiten vorhanden sind.

Hinzu kommt natürlich das Packen und Kisten schleppen sowie Renovierungsarbeiten und evt. anfallende Schönheitsreparaturen. Mit vielen Helfern aus der Familie und dem Freundeskreis kann solch ein Do-It-Yourself auch schnell erledigt sein und ist ein guter Anlass, nach getaner Arbeit eine gemeinsame Feier zu veranstalten. Wem nicht genügend private Helfer zur Verfügung stehen, der kann z. B. über die Kleinanzeigen der Regionalzeitung oder im Internet nach helfenden Händen suchen.

Tipp:

Da umziehen in Eigenregie ungleich aufwendiger und nervenaufreibender ist, raten wir Ihnen, in jedem Fall eine Checkliste zu nutzen.

Fehler in der Umzugsplanung vermeiden

Für Wohnungswechsel steht inzwischen ein üppigeres Budget bereit und die Zahl der privaten Umzugshelfer aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis schwindet gleichzeitig zunehmens. Wer kann sich den "Luxus" leisten eine Umzugsfirma zu beauftragen? Ab welchen Volumina ist die Anfrage bei einschlägigen Umzugsfirmen ratsam? Welche typischen Kosten fallen an, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, den anstehenden Privatumzug nicht mehr wie gewohnt in Eigenregie in Angriff zu nehmen sondern in die Hände von Umzugsprofis zu legen?

Voller Komfort oder Do-it-Yourself? Wie in vielen Dingen des täglichen Lebens ist die Entscheidung zwischen der Beauftragung externer Dienstleister oder dem Selbermachen vor allem eine Frage des Geldes. Vergleicht man umziehen mit einer professionellen Möbelspedition und die Do-It-Yourself-Variante, wird der Wohnungswechsel mit Hilfe der Profis immer teurer ausfallen.

Doch die Investition kann sich lohnen:

Umzugsunternehmen bieten nicht nur Full Service, der Hausrat ist zudem besser abgesichert. Zieht man mit privaten Helfern um, gehen die Versicherungen oft von einem freiwilligen Haftungsverzicht aus und zahlen im Schadensfall nicht.

Wenn man also im Besitz wertvolleren Hausrats ist, sollte man darüber nachdenken, eine Spedition zu beauftragen. Aber auch größere Haushalte und Firmen mit teuren Bürogeräten sind mit Experten besser beraten. Zudem gibt es einige Kompromiss-Lösungen wie den Transport einzelner Möbelstücke als Beiladung.

Hier muss man nicht ganz auf die Hilfe von Profis verzichten – der Griff in den Geldbeutel fällt dennoch nicht allzu tief aus.

Speditionen finden

Speditionen findenMöchte man mit einer Möbelspedition umziehen, sollte man sich möglichst früh auf die Suche nach einem seriösen Anbieter machen. Doch woran erkennt man, ob eine Spedition vertrauenswürdig ist? Zunächst einmal sollte sie mit voller Anschrift, Telefonnummer und heute auch E-Mail-Adresse gelistet sein.

Ist nur eine Telefonnummer angegeben, ist das schon ein Warnsignal. Viele seriöse Speditionen sind zudem in Regionalverbänden und im Bundesverband der Deutschen Möbelspeditionen, dem AMÖ, zusammengeschlossen. Vor dem umziehen sollte sich die Firma die Gegebenheiten vor Ort anschauen, den Aufwand abschätzen und daraufhin einen detaillierten und gut verständlichen Kostenvoranschlag erstellen.

Darin sollten alle Leistungen inkl. Nebenleistungen wie der Beantragung einer Halteverbotszone aufgeführt sein. Speditionen finden Sie über den AMÖ, auf Internet-Auktionsbörsen, Online-Vergleichsportalen und selbstverständlich über das gute alte Branchenbuch.

Leistungen

Die Speditionen bieten verschiedene Service-Pakete an. Am komfortabelsten ist der Komplettumzug mit Packservice. Hier kümmert sich die Spedition nicht nur um den Transport, sondern um (fast) alles: Sie beschafft das nötige Verpackungsmaterial, verpackt den Hausrat, baut die Möbel ab und in der neuen Wohnung wieder auf und beantragt, falls nötig, eine Halteverbotszone, um den Möbeltransporter abzustellen.

Dem Kunden werden somit viele nervenaufreibende und zeitaufwendige Kleinigkeiten, wie die Beschaffung von Kartons und Packpapier, abgenommen. Der Kopf bleibt frei für die vielen anderen Dinge. Natürlich ist dieses Service-Paket gleichzeitig die teuerste Variante.

Tipp:

Etwas günstiger ist der Standardumzug mit Transport per Spedition: Hier packt man seine Kisten selbst. Das Unternehmen übernimmt lediglich den Transport des Hausrats in die neue Wohnung.

Eine weitere Variante ist die Beiladung einzelner, besonders sperriger Möbelstücke auf Speditionstransporter, die für andere Lieferungen ohnehin die gewünschte Strecke fahren. In diesem Fall setzt die Spedition den Hausrat einfach vor der neuen Haustür ab - Verpackung, An- und Aufbau müssen Sie selbst übernehmen.

So ist man zwar stärker eingespannt, spart aber erheblich an Kosten. Zudem schont der Transport als Beiladung die Umwelt, da nur voll ausgelastete LKWs fahren und insgesamt weniger Transporter eingesetzt werden müssen.

Vorbereiten des Wohnungswechsels

Man kann wirklich eine Menge dafür tun einen Wohnungswechsel so angenehm wie möglich zu gestalten.

Der Megatipp ist: Mit der Planung lässt sich gar nicht früh genug beginnen. Nur auf diese Art und Weise entgeht man dem Stress, der vielen beim Wohnungsauszug begegnet. Außerdem verschenkt man als Umziehender wertvolle Zeit, die andere für den Kostenvergleich nutzen.

Wer sich im Vorfeld über die Transportkosten informiert, kann die Kostensituation gut einschätzen.

Natürlich sind Umzüge besonders preiswert, wenn sie mit der tatkräftigen Unterstützung von Freunden und Bekannten durchgeführt werden. Doch was spricht dagegen die Transportaufwendungen von bei einem Unternehmen kalkulieren zu lassen?

In der Regel nichts und die Angebotseinholung hat in der Praxis nur Vorteile. Manche Kostenberechnungen gestalten sich übrigens derart preisgünstig, dass sich die Anfragenden für die Zusammenarbeit mit einer Firma entschlossen haben, obwohl das zunächst gar nicht geplant war.

Checkliste Vorbereitung

Checkliste zur Planung des Wohnungswechsels

Den Wohnungsauszug abzuwickeln ist eine ziemliche Herausforderung. Das gilt vor allem für junge Leute, die bislang noch nicht häufig umgezogen sind.

Zum Glück kann man erprobte Checklisten downloaden, die nützliche Tipps bereitstellen. Mit den Checklisten ist mal schon mal ganz gut gerüstet für die bevorstehende Aufgabe.

Allerdings sind die Listen nur als Gedankenstütze zu verstehen. Den Ablauf der einzelnen Organisationsschritte muss man schon selbst arrangieren.

In jedem Fall kann man den typischen Fehlern vorbeugen, die von Anfängern gerne gemacht werden. Der Schlüssel ist eigentlich ganz einfach: Wer im Voraus plant und sich bei der Umsetzung etwas Zeit lässt, der ist für den Auszugstag ganz gut präpariert.

Neue Anschrift mitteilen

Fertig machen zur Adressänderung – mit dem Post Service lässt sich die Adresse auf den neuesten Stand bringen.

Dank Postservice lässt sich die veränderte Adresse auf den neuesten Stand bringen.

Bereitgestellt wird das Änderungsformular von der Post, die die Umzugsmitteilung gebührenfrei entgegen nimmt.

Statt also Maßnahmen zu ergreifen, die sich darauf beziehen, alle Vertragspartner einzeln zu informieren, kann man nach dem Einzug dafür sorgen, dass die Post diesen Job (teilweise) übernimmt.