Finanzen

Fünf Kardinalfehler bei der Immobilienfinanzierung

Immobilienkauf Kredit RatgeberDer erste wichtige Schritt für Menschen, die sich nicht länger mit steigenden Mieten abfinden möchten, ist zwangsläufig die Entscheidung, selbst zum Eigentümer zu werden. Im nächsten Schritt müssen sich Interessenten überlegen, ob es sich beim Wohneigentum um eine Eigentumswohnung oder ein Haus handeln soll. Für eine Wohnung spricht die Tatsache, dass diese oft günstiger zu haben ist. Wenngleich natürlich die genauen Vorstellungen von der Wohnung über die wahrscheinlichen Kosten entscheiden.

Wie bei allen Anschaffungen gibt es nach oben im Grunde keine Grenze. Dafür jedoch müssen sich zukünftige Eigentümer einer Wohnung mit der Hausverwaltung oder anderen Mietparteien arrangieren.

Fällt die Entscheidung zugunsten eines Hauses, hat man freie Hand, muss sich jedoch um alle Reparaturen, Modernisierungen und Renovierungen selbst kümmern.

Doch die höheren Kosten für ein Haus wirken auf viele Menschen abschreckend. Soll es aber dennoch ein Haus sein, stellt sich die Frage, wie die Finanzierung vonstatten gehen kann. Ausschließlich mit eigenen Mitteln klappt die Erfüllung der Wohnträume nur in Ausnahmefällen. Deshalb ist fast immer eine Immobilienfinanzierung Basis des Einzugs in die eigenen vier Wände. Und bei dieser kann man allerhand falsch machen.

Fünf der typischen Kardinalfehler bei der Immobilienfinanzierung sollen in den folgenden Abschnitten behandelt werden.

Gute Vorbereitung ist das A und O für Anträge zur Finanzierung

Ein erstes Problem ist der Abschluss eines Finanzierungsvertrages, ohne vorab eine ausführliche Auflistung aller Wünsche zu erstellen. Finanzierungspartner wie die 1822direkt wollen genau wissen, in welchem Umfang Kunden Kapital für die Immobilienfinanzierung benötigen. Dabei sollten die Anforderungen nicht zu hoch ausfallen. Nicht jedes Vorhaben ist finanzierbar.

Die Finanzierung muss nach realistischen Maßstäben erfolgen. Schließlich sollen die monatlichen Raten für die Rückzahlung eines Immobilienkredits bis zum Ende der Laufzeit bezahlbar sein. Und zwar auch dann, wenn es überraschend finanziell eng wird, weil unvorhergesehene Anschaffungen vorzunehmen sind. Vielleicht wird die Anschaffung eines neuen Fahrzeug erforderlich oder es müssen Reparaturen am Haus durchgeführt werden, die hohe zusätzliche Ausgaben zur Folge haben.

Tipp:

Bis zur äußersten Grenze der Belastbarkeit sollten sich zukünftige Eigentümer nicht verschulden. Spätestens nach Ablauf der so genannten Zinsbindung, die bei der Erstfinanzierung meist bei maximal 15 Jahren liegt, stellt mancher Kunde fest, dass er sich übernommen hat. Wenn die Zinssätze bei der Anschlussfinanzierung erheblich höher ausfallen, kann guter Rat teuer sein.

Schon überschaubare Zinsunterschiede können die monatlichen Tilgungskosten erheblich steigern. Erklären lässt sich dies mit der hohen Finanzierungssumme, die meist im deutlich sechsstelligen Bereich liegt. Viele Anbieter stellen im Internet Tools (wie z.B. Zins- und Budgetrechner der 1822direkt) zur Verfügung, mit denen man seine eigene Situation mal durchrechnen kann.

Mut zum Verhandeln kann Kostenvorteile bringen

ImmobilienfinanzierungPotentielle Finanzierungskunden, die schlecht vorbereitet in ein Beratungsgespräch starten, haben in der Regel bereits zu Beginn das Nachsehen. Da es sich beim Hauskauf oder dem Neubau um das wohl kostspieligste Unterfangen im Leben handelt, erwarten Finanzierer eine entsprechend gute Planung und Vorbereitung auf Seiten der Kunden. Gut vorbereitet zu sein bedeutet auch, die Spielregeln für den Finanzierungsablauf zu kennen.

Viele Banken arbeiten gerne mit so genannten Schätzkosten. Im Prinzip zahlen Kunden in diesem Fall für die Bearbeitung des Antrags. Wird der Beleihungswert einer Immobilie berechnet, wie es der Gesetzgeber im Interesse der Kunden vorsieht, kann sich mutiges Auftreten lohnen. Vielfach können die Gebühren ausgeschlossen werden. Zumal die Wertermittlung eigentlich nicht in Rechnung gestellt werden darf.

Der zweite Kardinalfehler bei der Immobilienfinanzierung ist also darin zu sehen, dass Kunden einerseits ihre Rechte nicht kennen und sich andererseits Chancen für Verhandlungen entgehen lassen, um Gebühren zu reduzieren.

Die Nebenkosten von Anfang an im Blick behalten

Kunden, die nicht auf die Nebenkosten achten, begehen einen weiteren erheblichen und teils folgenschweren Kardinalfehler bei der Immobilienfinanzierung. Fast immer werden Provisionen für die Vermittlung durch Makler oder Banken erhoben. Werden diese nicht als Fixkosten, sondern prozentual vereinbart, kann dies für Kunden hohe Kosten nach sich ziehen.

Schon bei der Lektüre erster Angebote lohnt es sich für Interessenten, genau auf diesen Aspekt zu schauen und zu kalkulieren, welche Extrakosten die Gebühren verursachen. Dazu gehören auch Gebühren für mögliche Sondertilgungen. Wer überraschend – vielleicht durch eine Erbschaft oder einen Lottogewinn – zu Geld kommt, tut gut daran, das Darlehen schneller als geplant abzuzahlen. Vorfälligkeitsgebühren können jedoch ebenfalls recht hoch ausfallen.

Die Rahmenbedingungen zu den Gebühren nicht in aller Ausführlichkeit zu vergleichen, wäre einmal mehr ein kostspieliger Fehler bei der Immobilienfinanzierung. Vermittler wie die 1822direkt aus Frankfurt am Main stehen Verbrauchern mit Rat und Tat zur Seite, um das passende Angebot für den Neubau oder den Immobilienkauf zu finden.

Aus mehr als 150 Angeboten kann so eine optimale Auswahl erfolgen. Ein persönlicher Ansprechpartner der 1822direkt begleitet den Kunden von der Anfrage bis zur Auszahlung. Zum Service gehört auch die Aufklärung über die zusätzlichen Kosten für Notare und Makler, den Eintrag im Grundbuch und Steuern wie die Grunderwerbssteuer.

Welche Kosten entstehen, wenn das Darlehen in Raten bereitgestellt wird?

Die 1822direkt vermittelt außerdem auch Ratenkredite der SWK Bank, falls Kunden neben der Immobilienfinanzierung vielleicht ein kleineres Darlehen für weitere Anschaffungen benötigen. Dies kann vor allem dann nötig sein, wenn das Baudarlehen nicht auf einen Schlag, sondern in Teilbeträgen bereitgestellt wird. Dieser Punkt ist eine passende Überleitung zum nächsten Fehler, den Finanzierungsnehmer bei der Immobilienfinanzierung begehen können.

Die Raten zur Auszahlung sollten präzise auf den tatsächlichen Bedarf der Eigentümer in spe abgestimmt werden. Wird eine bereits existierende Immobilie erworben, müssen Kredite mit hoher Wahrscheinlichkeit vollständig abgerufen werden. Wird indes neu gebaut, werden die Mittel Schritt für Schritt benötigt.

Bauherren können Auszahlungen vereinbaren, die nach dem jeweiligen Baufortschritt erfolgen. Die Zuschläge für solche Teilauszahlungen unterscheiden sich branchenintern zum Teil deutlich. Auch bei diesem Vergleich hilft die 1822direkt ihren Vermittlungskunden. Positiv sind Angebote, bei denen diesbezüglich ein hohes Maß an Flexibilität geboten wird, denn beim Neubau geht eben nicht immer alles planmäßig.

Relevant ist der jährliche Effektivzins bei der Immobilienfinanzierung

Last but least soll es um die Zinsen für die Immobilienfinanzierung gehen. Seit einiger Zeit sind Anbieter dazu verpflichtet, den so genannten Effektivzins in Produktbeschreibungen zu nennen. Nur dieser jährliche Zins bringt wirkliche Klarheit beim Vergleich von Baufinanzierungen, ohne dass bei verschiedenen Angeboten unterschiedliche Parameter zugrunde gelegt werden. Den so genannten Sollzins mit dem Effektivzins zu vergleichen, hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Und damit den wohl größten Kardinalfehler bei der Immobilienfinanzierung überhaupt zu begehen, der dramatische finanzielle Auswirkungen haben würde.

Denn berechnete Gebühren beinhaltet der besagte Sollzins nicht. Eine objektive Übersicht bietet ein Tilgungsplan, den sich Kunden unbedingt vom Anbieter zukommen lassen sollten. Gezieltes Nachfragen kann verlangt sein, wenn der Finanzierer nicht selbst aktiv wird und den Plan per Mail oder auf dem Postweg zustellt. Der Tilgungsplan zeigt zudem ganz genau, welche Restschuld nach dem Ende der vereinbarten Finanzierungslaufzeit bleibt. Die Möglichkeit, mit dem Berater zu verhandeln, besteht übrigens auch hinsichtlich der Zinsbedingungen.

Gravierend mag der Spielraum beim Verhandeln über den Effektivzins nicht sein. Doch wie schon an anderer Stelle gesagt: Auch geringfügig niedrigere Zinssätze können bei vielen Jahren Laufzeit beachtliche Auswirkungen auf die Gesamtkosten für die Immobilienfinanzierung haben.

Eigentümer von morgen, die diese fünf Kardinalfehler bei der Immobilienfinanzierung vermeiden, sind gut aufgestellt, um gute Angebote zu finden, mit denen man sich später rundum wohlfühlen kann. Wer dann noch Zulagen vom Staat wie die Wohnungsbauprämie nutzt, hat im Grunde alles richtig gemacht.