Von Mietkautionen und Umzugskosten bis hin zu Investitionen und Online-Krediten

Kosten beim Umzug berechnen und finanzielle Aufwendungen steuerlich absetzen

Machen wir uns nichts vor: Ein Umzug kostet Geld. Selbst wenn Sie in der neuen Wohnung keine höhere Miete zahlen als in Ihrer bisherigen, entstehen bei einem Umzug Kosten, die für manchen höher ausfallen, als er es vorher erwartet hätte. Hier finden Sie einige Tipps für Ihre Finanzplanung, mit Hilfe derer Sie einen besseren Überblick über anstehende Kosten gewinnen, Einsparpotenzial erkennen und einige Optimierungen vornehmen können. Auch wenn es ein berufsbedingter Umzug ist, kann man Geld sparen.

Kosten sparen beim Umziehen  - Umzugskosten online berechnen

Miete

miete umzugStarten wir mit dem Offensichtlichen, der Miete. Als Faustregel gilt hier folgender Tipp: Ihre Miete inklusive aller Nebenkosten sollte maximal ein Drittel Ihres Nettoeinkommens betragen! Ihr Nettoeinkommen ist z.B. Ihr Gehalt (und andere Einkommensarten) nach Abzug von Steuern und eventuellen anderen Abgaben. Variable Gehaltsbestandteile, die z.B. von der Erreichung von persönlichen Zielen oder Unternehmenszielen bzw. des Geschäftsergebnisses abhängig sind, sollten Sie vorsichtshalber nicht mit einberechnen.

Bei der Miete hingegen rechnen Sie möglichst alle Nebenkosten, wie Heizung, Strom/Gas, Wasser, hinzu. Selbstverständlich auch die Miete für eine Garage oder einen Stellplatz. Beachten Sie, dass die Energiekosten in letzter Zeit stark gestiegen sind. Es kann sich also beispielsweise lohnen, für Ihren neuen Wohnort zu prüfen, welcher Stromanbieter für Sie der günstigste ist und dann dessen Kosten in Ihrer Berechnung zu berücksichtigen.

Mietkaution

Die so genannte Mietsicherheit oder Mietkaution dient dem Vermieter zur Sicherung möglicher Ansprüche gegenüber dem Mieter, wie z.B. aufgrund eventueller Schäden an der Wohnung oder unterlassener Schönheitsreparaturen. Die maximale Höhe der Mietsicherheit ist gesetzlich geregelt: Laut § 551 Abs. 1 BGB darf sie höchstens das Dreifache der zum Zeitpunkt der Vereinbarung monatlichen Miete ohne Betriebskosten (Pauschale oder Vorauszahlung) betragen, d.h. die dreifache Nettokaltmiete.

Vermieter und Mieter können grundsätzlich frei vereinbaren, welche Art der Mietsicherheit sie wählen wollen. Folgende Arten der Mietsicherheit sind z.B. möglich:

  • Barkaution: Der Mieter zahlt einen Geldbetrag auf ein speziell definiertes Sparkonto oder auf das Konto des Vermieters ein; oder er übergibt einen Barbetrag bzw. einen Scheck an den Vermieter, der diesen Betrag dann quittiert. Dies ist eine der häufigsten Arten der Hinterlegung einer Mietkaution.
  • Verpfändetes Sparbuch: Der Mieter richtet ein auf ihn selbst lautendes Sparbuch ein, auf das er die Mietkaution einzahlt, und dieser Geldbetrag wird per Verpfändungserklärung verpfändet. Im Sparbuch wird ein Verpfändungsvermerk eingetragen. Wenn eine der Mietvertragsparteien an das Geld gelangen möchte, wird die jeweils andere Partei informiert.
  • Bürgschaft: In diesem Fall bürgt die Bank oder ein Dritter für den Mieter, meist selbstschuldnerisch. Der verbürgte Betrag wird bei der Bank hinterlegt. Ein solcher Bürgschaftsvertrag bedarf der Schriftform. Inhalt und Umfang der Bürgschaft müssen genau definiert sein.
  • Sicherungsabtretung: Der Mieter tritt ihm zustehende Forderungen an den Vermieter ab. Dies können z.B. Lohn- oder Gehaltsforderungen oder Ansprüche aus Versicherungsverträgen sein.
  • Andere Anlagemöglichkeiten: Die Vertragsparteien können grundsätzlich auch Anlagemöglichkeiten wie Festgeldkonten, Termingeld oder Aktien gesondert vereinbaren. Ein aus solchen Anlageformen resultierender Gewinn steht dem Mieter in voller Höhe zu. Für den Verlustfall ist das Risiko von beiden Parteien zu tragen. In diesem Fall besteht für den Mieter keine Nachschusspflicht. Bei Beendigung des Mietverhältnisses kann er aber im Verlustfall auch nicht den vollen Kautionsbetrag zurück erhalten.

mietkautionBei Beendigung des Mietverhältnisses hat der Mieter grundsätzlich Anspruch auf Rückzahlung der Mietkaution, es sei denn, der Vermieter hat noch vertragsgemäße Forderungen gegenüber dem Mieter. Diese muss der Vermieter innerhalb einer angemessenen Frist geltend machen. Hierunter können z.B. Ansprüche des Vermieters aufgrund von durch den Mieter verursachten Schäden oder unterlassenen Schönheitsreparaturen fallen. Ansonsten muss der Vermieter die Mietsicherheit inklusive der erfolgten Verzinsung an den Mieter zurückzahlen.

Einsparungen bei Umzugskosten online berechnen

Umzugskosten einsparen – Sparpotentiale nutzen

Natürlich ist jeder bestrebt die finanziellen Ausgaben für einen Wohnungswechsel so gering wie möglich zu halten. Umzüge zum Nulltarif sind unrealistisch. Durchschnittlich 3 Monatseinkünfte verschlingt ein Privatumzug. Wer also aktuell keine Rücklagen auf der „hohen Kante“ hat, der sollte lieber über eine Terminverschiebung nachdenken und das Vorhaben zu einem späteren Zeitpunkt konkretisieren. Alternativ bietet sich zur Umzugsfinanzierung ein Kleinkredit an mit dessen Hilfe sich alle Herausforderungen eines Wohnungswechsels selbst für Studenten bewerkstelligen lassen.

Sparen ja, aber dann auch richtig!

Die Erfahrung zeigt, dass viele Leute einen ausgeprägten Sparwillen an den Tag legen, doch beim Thema Umziehen leicht den Überblick verlieren. Ob ein Umzugskarton nun zu einem Preis von 1,60 Euro pro Stück oder für 1,80 Euro eingekauft wird, ist in der Gesamtbetrachtung der Umzugskosten unerheblich. Vor diesem Hintergrund ist es zunächst einmal ratsam die Gesamtkosten des Umzugs zu berechnen. Erfahrungsgemäß verschlingen die Transportkosten einen hohen Anteil der Liquidität. Nennenswerte Positionen sind zudem:

  1. 1. Verpackungskosten (Kisten)
  2. 2. Transportkosten (Mietfahrzeug oder Firma)
  3. 3. Möbelabbau-Helfer und Möbelpacker
  4. 4. Mietkaution für die neue Wohnung
  5. 5. Renovierungsaufwendungen für die alte Wohnung
  6. 6. Neuanschaffungen für die neue Wohnung

Der frühe Umzugsvogel spart kräftig

Auf dem letzten Drücker eingeholte Angebote sind selten preiswert. Wer hingegen mit seiner Umzugsplanung früh startet und z. B. Checklisten zur Orientierung nutzt, hat gute Aussichten an den neuralgischen Stellen zu sparen. Wer von Terminen getrieben sein Umzugsvorhaben planen muss, hat überhaupt keine Zeit dazu Preisvergleiche anzustellen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich mit den Umzugsvorbereitungen mindestens 6 Wochen vor dem Auszugstag zu beginnen und die Intensität der Aktionen kontinuierlich zu steigern.

Branchenbücher, Aushänge und Kleinanzeigen sind Schnee von gestern

Wer heute effektiv Umzugskosten einsparen will, der sollte sich modernen Kommunikationsmitteln bedienen und nicht auf Althergebrachtes zurückgreifen. Schön und gut: Aushänge am „Schwarzen Brett“ in Supermärkten haben ihre Berechtigung, doch aber in erster Linie für jene, die keinen Zugang zum Internet haben. Online lassen sich nicht nur Angebote schneller vergleichen auch können Userbewertungen in die Auswahl einbezogen werden und sich Hintergrundinformationen und Referenzen recherchieren.

Tipp:

Hoch geschätzt sind Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen. Seien Sie ruhig kreativ und kommunikativ... informieren Sie Ihr Umfeld über Ihren Wohnungswechsel. Sie werden erstaunt sein, wie viele nützliche Tipps und Empfehlungen Ihnen begegnen werden.

Teil 2: Wo lauern versteckte Kosten?

Umzugskosten berechnen

Kosten eines Umzugs online berechnen

Selten lassen sich Umzugskosten im Vorfeld exakt berechnen. Vielen Privatleuten reicht allerdings auch bereits eine grobe Einschätzung der ungefähren Kosten, die auf sie zukommen.

Nützlich sind in jedem Fall Checklisten und die Möglichkeit Umzugsprofis in die Kostenkalkulation einzubeziehen. Das Einholen von kostenfreien Umzug-Angeboten hat sich jedenfalls in den letzten Jahren bewährt.

Umzugskosten online sparen

Geld sparen beim Privatumzug – Kosten einsparen

Das Einsparpotential bei Privatumzügen und Firmenumzügen wird häufig überschätzt. Richtig ist allerdings, dass bei Einhaltung einiger Organisationsprinzipien durchaus wertvolle Umzugsausgaben eingespart werden können.

Dazu zählt vor allem ein früher Planungsbeginn der bevorstehenden Arbeiten und Ausgaben.

Umzugsprofis starten daher bereits zwei Monate vor dem eigentlichen Auszugstermin. Diese Zeitspanne erlaubt es Angebote in Ruhe zu vergleichen und bei Gefallen das beste Angebot online zu reservieren.

Umzugskosten vergleichen

Umzugsangebote online vergleichen – Kosten ermitteln lassen

Der Vergleich von Umzugskosten fällt schwer. Kosten für einen Ferienurlaub lassen sich ebenso wenig vergleichen, da viele individeulle Faktoren bei einem Vergleich zu berücksichtigen sind.

Ungefähre preisliche Größenordnungen lassen sich allerdings online ermitteln. Das Einholen von Umzugsangeboten hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und spielt die Vorteile des Word Wide Webs gegenüber der klassischen Angeboteseinholung via Zeitungsanzeigen und den “Gelben Seiten” aus.