Tipp

Lagerraum mieten: Tipps und Checkliste für Berlin und München

Für die Anmietung von Lagerflächen kann es viele Gründe geben. Zum Beispiel die Anmietung einer kleineren Wohnung, dass Zusammenlegen von zwei Wohnungen in eine einzige, eine unerwartete Haushaltsauflösung oder die Aufgabe einer selbstständigen Tätigkeit.

Wie dem auch sei, wer in solchen Situationen Lagerflächen zur Hand hat, in denen Einrichtungsgegenstände und Möbel "geparkt" werden können, der kann sich glücklich schätzen. Für andere gilt: Die Suche nach finanzierbarem Lagerraum hat begonnen. Worauf man bei der Anmietung von Stellflächen achten sollte, erfährt man in diesem Ratgeberkapitel.

Lagerraum mietenNicht immer kann man seine Möbel und seinen Hausrat sofort im neuen Heim unterbringen. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: Man zieht zum Beispiel nur temporär ins Ausland und muss den Hausrat in der Zwischenzeit verstauen oder man mietet eine Wohnung, die kleiner ist als die vorherige.

Da ist eine Lösung gefragt, die es erlaubt, seine Möbel einzustellen und wichtige Dinge langfristig und vor allem sicher unterzubringen. Wer nicht über einen großen und trockenen Keller verfügt, ist mit der Anmietung eines Lagerraums gut beraten.

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten der Lagerraummiete:

1. Das Einlagern der Möbel bei einer Spedition

Die meisten Möbelspeditionen bieten zusätzlich zum Umzugsservice die Möglichkeit an, einen Lagerraum zu mieten. Beim so genannten Lagerraumvollservice kümmert sich die Spedition um das Verpacken und den Transport des Hausrats bis in den Lagerraum. Für diesen Rundum-Service wird natürlich ein vergleichsweise hoher Preis fällig. Angebote kann man schnell und unverbindlich online abfragen.

2. Das Self-Storage

Die zweite Möglichkeit ist, den Hausrat selbstständig im so genannten Self-Storage einzulagern. Hier mietet man bei einem Self-Storage-Unternehmen spezielle Lagerräume an und sorgt für die Verpackung und den Transport der Möbel in Eigenregie. Lagerräume gibt es dabei in den unterschiedlichsten Größen, von der kleinen Lager-Box bis hin zu großen Hallen, je nach den Bedürfnissen des Mieters.

Beim Self-Storage ist der eigene Arbeitsaufwand größer, dafür sind die Kosten geringer als beim Lagerraumvollservice; daher eignet sich das Self-Storage vor allem für die günstige und langfristige Lagerung des Hausrats.

Qualitäts- und Sicherheitskriterien

Self-StorageFür welche Möglichkeit man sich auch entscheidet – es gibt bestimmte Qualitäts- und Sicherheitskriterien, auf die man bei der Anmietung eines Lagerraums achten sollte.

So sollte der Lagerraum verkehrsgünstig gelegen und gut zu erreichen sein. Wichtig ist auch, dass die Räumlichkeiten gut mit dem Transporter angefahren werden können, damit man schwere Möbel und Kartons nicht unnötig lang durch die Gegend tragen muss. Für Arbeitserleichterung sorgt weiterhin ein Lastenaufzug.

Für die optimale Unterbringung des Hausrats sollten die Räumlichkeiten ausreichend belüftet sein und im Winter beheizt und im Sommer bei Hitze gekühlt werden. Feucht und klamm sollte der Lagerraum natürlich auf keinen Fall sein. Schließlich sollen die empfindlichen Möbel keinen Schimmel ansetzen.

Des Weiteren sollte man auf einen möglichst flexiblen Mietvertrag achten, da es nicht selten vorkommt, dass man den Mietvertrag verlängern muss, etwa weil man im geplanten Zeitraum keine geeignete Wohnung gefunden hat. Selbstverständlich sollte man als Mieter auch jederzeit Zugang zu seinen eingelagerten Gütern haben. Zu diesem Zweck sollte man daher einen Schlüssel bzw. eine Zugangskarte oder einen Zugangscode erhalten.

Bei der Sicherheit des Lagerraums sollte man darauf achten, dass ausreichend Wachpersonal vorhanden ist. Genauso gehören eine Alarmanlage und eine Überwachung mit Videokameras zum Standard eines gut gesicherten Lagerraums. Jeder Lagerraum sollte sich separat verschließen lassen und vor den Blicken der anderen Mieter geschützt sein. Zusätzliche Sicherheit bietet eine Kombination aus Schlüssel oder Magnetkarte mit einer PIN-Abfrage.

Was ist beim Einräumen des Lagerraums zu beachten?

Lagert man seine Möbel im Self-Storage ein, muss man sie auch selbstständig verpacken und verstauen. Kleinere Gegenstände lagert man dazu am besten in stapelbaren Umzugskartons. Das Wiederfinden des Inhalts erleichtert man sich, indem man die Kartons beschriftet. Natürlich sollten die Kartons nicht zu schwer gepackt sein.

Größere Möbel und Elektrogeräte sollte man vor der Einlagerung gründlich reinigen. Empfindliche Teile wie zum Beispiel Holzmöbel behandelt man am besten mit einer Politur, damit sie keine Kratzer davontragen. Zusätzlich kann man den Hausrat mit einer Polsterung, etwa mit Luftpolsterfolie, schützen. Schlüssel zu Schubladen oder Schranktüren klebt man am besten mit einem Streifen Tesa an den zugehörigen Möbeln fest, so gehen sie nicht verloren.

Den Boden des Lagerraums deckt man vor dem Einstellen des Hausrats mit Papier oder Decken ab, um Schäden zu vermeiden. Als erstes verstaut man dann größere und schwere Möbel, die man während der Einlagerungszeit nicht mehr braucht. Darauf kann man dann Kisten und Kartons stapeln – schwere Kartons kommen dabei natürlich nach unten, leichtere nach oben. Muss man noch weitere Kleinigkeiten unterbringen, kann man die Schubladen von Schränken dafür nutzen.

Wichtig ist, dass zwischen den Wänden des Lagerraums und dem Mobiliar noch genügend Platz ist, um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten. Die Türen von Elektrogeräten wie Herd oder Waschmaschine sollte man einen Spalt breit offen lassen, damit sich kein Schimmel bildet.

Preise

Die Preise richten sich vor allem nach der Größe des zumietenden Lagerraums. Häufig wird eine Pauschale pro Quadratmeter Fläche veranschlagt und wöchentlich abgerechnet. Geeignete Räume gibt es beim Self-Storage bereits ab 5 Euro pro Woche, wobei größere Umzugsunternehmen häufig günstigere Preise anbieten können, da hier die Kosten für das Wachpersonal auf mehrere Mieter verteilt werden können.

Fazit:

Wer lediglich eine kurzfristige Lagermöglichkeit sucht, ist mit der Einlagerung seines Hausrats bei einer Möbelspedition gut beraten, da man hier sicher gehen kann, dass Mobiliar fachgerecht verstaut wird. Für eine längerfristige Unterbringung ist das Self-Storage die bessere Variante, allerdings sollte man sich von günstigen Preisen nicht blenden lassen: Sind Sicherheit und Sauberkeit nicht im ausreichenden Maße vorhanden, müssen Sie nach der Einlagerung evt. draufzahlen, da das ein oder andere Möbelstück die unachtsame Unterbringung nicht überlebt haben könnte.