Handwerker

Wie teuer sind Malerarbeiten? Eine Kostenübersicht der Malerkosten bei Auszug

Kisten ein- und auspacken, Möbel schleppen und Wände streichen. Schnell wird die Vorfreude auf die neue Wohnung durch den Umzugsstress gedämpft. Selten reicht dabei ein Wochenende aus, um alles über die Bühne zu bringen. Als Ihnen Ihr Stress nicht reichen würde, kommt noch Ihr Vermieter hinzu, der auf einen weißen Anstrich besteht. Schneeweiß und matt versteht sich.

Ihnen bleiben nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder Sie schwingen den Pinsel selbst oder überlassen die Arbeit einem Profi. Doch was dürfen Malerarbeiten eigentlich kosten? Hier ein Vergleichen zwischen dem Profi und der DIY-Methode:

Maler beauftragen


Wohnung selber streichen: Kosten DIY-Methode

Hohe Decken, unzählige Räume und reichlich Sonnenstrahlen, die bald auf Ihrer Haut kitzeln werden. Den Einzug in die neue Wohnung können Sie kaum abwarten. Gäbe es da nicht Ihren alten Vermieter, der auf einen makellosen weißen Anstrich besteht. Nun stehen Sie vor der Qual der Wahl: Streichen Sie selbst oder lassen Sie die Arbeit von einem Profi ausführen.

Selber streichen ist arbeitsaufwändig, kostet Zeit und Nerven.

Greifen Sie selbst zum Pinsel, lässt der gewünschte Erfolg lange auf sich warten. Gefällt das Endergebnis dem Vermieter am Ende doch nicht, riskieren Sie die Kaution.

Anhand eines ausgewählten Beispiels möchten wir an dieser Stelle zeigen, welche Kosten auf sie zukommen, wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihre Wohnung selber zu streichen:

Unsere Beispielwohnung hat folgende Maße:

Eigenschaft Größe
   

Wohnfläche

112 m2

Wandhöhe

3,50 m

Räume

4

Zu streichende Wandfläche

392 m2

Möchten Sie selber streichen, kommen folgende Materialkosten auf Sie zu:

Produkt Anzahl Preis
     

Abdeckfolie

1

6,25 €

Abklebeband

5

15,90 €

Pinsel

3

25,64 €

Rolle (klein)

1

6,73 €

Rolle (groß)

2

24,70 €

Abstreifgitter

1

2,12 €

Farbe

4 (je 12,5 l-Eimer)

263,60 €

     

Endpreis

 

344,94 €

 

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Die Materialkosten für eine 4-Zimmer Wohnung, die 112 m² hat, belaufen sich auf 344,94€.

Bei der Auswahl der Materialien sollten Sie auf hochwertige Farbe setzen, denn Farbe ist nicht gleich Farbe. Gerade preisgünstige Farbe bringt Nachteile mit sich: Mit einem Anstrich kommen Sie in der Regel nicht aus, da die Farbe einen geringen Deckungsgrad aufweist.

Wie lange bin ich denn beschäftigt mit dem streichen?

  1. Eine 112 m² große Wohnung können Sie in 3-4 Tagen streichen, wenn Sie jeden Tag 12 Stunden am Stück streichen. Streichen Sie 4 Tage lang durchgehend, ergibt dies 48 Stunden
  2. Geht man von dem aktuellen Mindestlohn von 8,50 € ergibt dies 408 € die das Streichen quasi an “Personalkosten” verursacht.

Nun müssen zu den Personalkosten noch die Materialkosten addiert werden:

Nun müssen zu den Personalkosten noch die Materialkosten addiert werden:

Kosten Preis
   

Personalkosten

408 €

Materialkosten

344,94 €

   

Endergebnis

752,94 €

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Am Ende kostet Sie das Projekt “selber Streichen” 752,94€, viele Nerven, Zeit und reichlich Muskelkater.

Haben Sie keinen kulanten Chef, der Ihnen für die Malerarbeiten freigeben möchte, ziehen sich die Renovierungsarbeiten in die Länge. Im Schnitt können Sie bis zu 1-2 Wochen dauern, wenn Sie nur abends nach der Arbeit die Zeit zum Streichen finden.
 Hobby-Heimwerker haben oft mit anspruchsvollen Leistungen zu kämpfen: Die Farbe wird falsch angemischt, ungleichmäßig oder fleckig aufgetragen. Kurz gesagt: Das Ergebnis sieht alles andere als professionell aus.

Wenn es für Sie ganz schlecht läuft, dann ist Ihr Ergebnis so schlecht, dass Sie alles noch einmal streichen müssen, weil Ihr Vermieter nicht zufrieden ist. Können Sie sich mit diesem nicht einigen, kriegen Sie im schlimmsten Fall Ihre Mietkaution nicht zurück. 

Dadurch entstehen für Sie doppelte Kosten:

  1. Ein mehrmaliger Gang zum Baumarkt ist notwendig,
  2. Die Farbe muss neu gekauft werden
  3. Viele weitere Arbeitsstunden fallen für Sie an.

Dieser Prozess kann sich so lange wiederholen, bis Ihr Vermieter mit dem Ergebnis zufrieden ist. Schließlich sitzt dieser in diesem Fall am längeren Hebel.

Ärger mit dem Vermieter vermeiden, lieber einen Profi beauftragen

Hätten Sie gleich auf einen Fachmann gesetzt, wären die Arbeiten längst fertig und Sie hätten sich selbst viele Nerven, Erschöpfung und mehrmalige Gänge zum Baumarkt gespart. Auch die gesamten Kosten für die Renovierungsarbeiten wären dann nicht wesentlich teurer ausgefallen.

Hinzu kommt, dass ausgebildete Maler und Malermeister eine Qualitätsgarantie geben, die jahrelang noch gültig ist. Auf lange Sicht ist der Malermeister preisgünstiger, denn erfolgt der Anstrich erst einmal fachmännisch, haben Sie ein sauberes und einwandfreies Ergebnis auf lange Zeit.

Doch was kostet eigentlich ein Maler?

Posten Kosten
   

Personalkosten Vorarbeiten

150 €

Materialkosten Vorarbeiten

100 €

Personalkosten Streichen

450 €

Materialkosten Streichen

200 €

Nettosumme

900 €

Mehrwertsteuer

152 €

Von der Steuer absetzbar

-210,40 €
   

Endpreis

841,60 €

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Entscheiden Sie sich am Ende doch für einen Maler, um Zeit und Nerven sowie viele ermüdende Abende zu sparen, bezahlen Sie für den Anstrich einer 4-Zimmer Wohnung rund 841,6€.

Auch wenn ein professioneller Maler auf den ersten Blick ein wenig teurer erscheint, kann dieser preislich mit handwerklicher Eigenleistung sowie Farbe, Tapete und Spachtelmasse aus dem Baumarkt nicht verglichen werden. Die gute Qualität seiner Materialien macht sich vor allem bei Pinseln, Rollen und Farbe bemerkbar:

  1. Farben vom Profi besitzen eine hohe Deckkraft
  2. mehrmalige Anstriche sind nicht notwendig 
  3. spezielle Pinsel und Rollen garantieren ein makelloses Ergebnis
  4. Die Farbe ist langlebiger, vergilbt nicht nach kurzer Zeit

Dank eines Malers ersparen Sie sich unnötigen Stress mit Ihrem Vermieter, unausgeschlafene und erschöpfte Tage auf der Arbeit sowie die Aufopferung Ihrer kostbaren Freizeit für Malerarbeiten. Schließlich darf das Streichen nicht unterschätzt werden.

Gute Vorarbeit ist nämlich das A und O: Türen, Steckdosen, Lichtschalter und Decke-Wand-Übergänge müssen sorgfältig abgeklebt werden. Sonst drohen Farbspritzer auf dem Teppich statt auf der Wand.

Ungeübte kann dies locker 1 Stunde pro Raum kosten, während der Profi nicht nur schneller sondern auch sorgfältiger abklebt, sodass Boden und ggf. Möbel verschont bleiben.

Einen Maler zu bestellen ist immer dann eine sinnvolle Investition, wenn Sie Zeit und Nerven sparen möchten. Je größer der Auftrag ist, desto günstiger sind auch die Malerarbeiten in der Regel, denn abgerechnet werden die Kosten und Preise pro Quadratmeter.

Nur der Profi garantiert Ihnen ein einwandfreies Ergebnis sowie eine Qualitätsgarantie, die jahrelang noch gültig ist. So ersparen Sie sich viel Ärger und können entspannter in Ihre neue Wohnung einziehen.

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Kosten für einen Malermeister können variieren

Jede Wohnung sowie ihre Anforderungen sind individuell, somit ist es nicht möglich pauschal zu beantworten, wie teuer Renovierungsarbeiten sein können. Gerade bei verwinkelten Zimmern, kann die Vorarbeit wie das Abkleben von Steckdosen, Lichtschaltern und etc. unterschiedlich viel Zeit kosten.

Grundsätzlich können folgende Faktoren, die Zeit und damit den Preis der Malerarbeiten beeinflussen:

  1. Untergrund
  2. Türen und Fenster
  3. Raucherwohnung

Oft wird vergessen, dass vor dem Streichen der Untergrund behandelt werden muss, sonst kann die Wand nicht optimal zur Geltung kommen.

Je nach Beschaffenheit und Art der Wand, muss diese vor dem Anstrich grundiert oder geschliffen werden. Dies bringt extra Kosten für den Maler mit sich.

Aber auch bei Türen und Fenstern ist äußerste Sorgfalt geboten. Weisen Türen oder Fenster Schäden auf, müssen diese erst verspachtelt werden. Sonst können sie nicht gestrichen werden.

Wohnungen, in denen lange geraucht wurde, weisen oft Rückstände an Wänden auf. Diese lassen sich nicht mit einfacher Farbe überdecken. Der Einsatz einer bestimmten Farbe ist nötig, um Rückstände einwandfrei überstreichen zu können: Innenfarbe mit Nikotinsperre. Diese Farbe ist bis zu viermal teurer als herkömmliche Wandfarbe.

Werden Nikotinreste nicht richtig behandelt, kann es für Sie richtig teuer werden. Denn dann muss alles wieder aufbereitet werden, da die Flecken auch Wochen später noch durchschlagen können. Für Sie bedeutet dies: Doppelkosten, Stress und viele Nerven.

Fazit: Malerarbeiten können von Wohnung zu Wohnung variieren, sind aber jedoch auf lange Sicht die Investition wert! Nur der Profi gibt eine Qualitätsgarantie und garantiert ein einwandfreies und sauberes Ergebnis.