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Ratgeber

Mietzuschuss – damit die Miete finanzierbar bleibt

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»Den Mietzuschuss kann eigentlich jeder beantragen, nur nicht jeder weiß davon«

Es ist etwas erstaunlich, dass so viele Bürger mit eher geringem Einkommen bis heute von vielen Fördermöglichkeiten und Unterstützungen von staatlicher Seite nicht die geringste Ahnung haben. Ein gutes Beispiel ist das so genannte Wohngeld.

In Deutschland existiert dieser Zuschuss zu den Mietkosten oder laufenden Eigentumskosten bereits seit mehr als vier Jahrzehnten.


Voraussetzungen beim Mietzuschuss sind vielen Bürgern unklar

Und dennoch wissen viele Personen gar nicht, dass es diese Förderung gibt. Geschweige denn, unter welchen Bedingungen Bürger Mietzuschuss beantragen können. An dieser Stelle soll ein wenig Licht ins Dunkel gebracht werden.

Wissenswert zu Beginn: Beim Mietzuschuss handelt es sich um einen rechtlich gesicherten Anspruch, der nach klaren Vorgaben umgesetzt wird. Schämen muss sich niemand, der vielleicht nach einem Umzug in eine andere Stadt aufgrund deutlich höherer Durchschnittsmieten nicht mehr imstande ist, die Miete rein mit eigenen Mitteln zu zahlen.


Reform des Wohngeld-Systems im Jahr 2009

Erst im Jahr 2009 hat der Gesetzgeber eine Reform des Modells „Wohngeld“ vollzogen. Und das im Sinne der Bürger. Nachdem im Jahr 2008 rund 640.000 deutsche Haushalte einen Mietzuschuss bezogen, waren es im Jahr darauf bereits mehr als eine Millionen Haushalte.

Ein beachtlicher Anstieg. Wobei sich dieser auch mit den steigenden Mieten in den vergangenen Jahren insgesamt erklären lässt. Die erst 2009 eingeführte Heizkostenkomponente wurde Anfang 2011 wieder außer Kraft gesetzt.


Wohngeld beantragenDeutlicher Anstieg der bewilligten Gelder

Im Jahr 2010 investierte der Staat nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gut 1,8 Milliarden Euro in diesem Bereich. Damit haben sich die Zahlungen im Vergleich zum Jahr 2008 (750 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Von 2008 bis 2010 legte der durchschnittlich ausgezahlte Anspruch auf Wohngeld um 37 Euro auf nun 125 Euro zu.

Viele verschiedene Zielgruppen für Wohngeld

Vorgesehen ist Wohngeld als so genannter „Mietzuschuss“ oder „Lastenzuschuss“ nicht nur für Erwerbstätige mit geringerem Einkommen. Auch Studierende, Schüler oder Auszubildende können vielfach einen Anspruch geltend machen. Als Empfänger ausgeschlossen sind jedoch alleinstehende Personen, die sich in der Erstausbildung befinden.

Ansonsten haben unter anderen Empfänger von Sozialgeld, ALG II, Altersgrundsicherung, Empfänger von Erwerbsminderungs-Leistungen und Personen einen Anspruch, die Hilfe nach dem Bundesversorgungsgesetz allgemein oder im Speziellen zum Lebensunterhalt erhalten. Im Einzelfall kann ein Anspruch auch für Asylbewerber infrage kommen.


Anträge frühzeitig stellen, da keine rückwirkende Bewilligung

Wichtiger Hinweis: Wer Wohngeld bekommen möchte, sollte den Antrag zügig stellen. Denn die Mittel werden nicht rückwirkend, sondern erst ab dem 1. Tag des Antrags-Monats bewilligt. Zeit ist also bares Geld. Als Zeitraum für den Erhalt sind grundsätzlich 12 Monate vorgesehen.

Einkommen, Haushaltsgröße und weitere Einflüsse

Relevant für die Antragsprüfung und die Festlegung des jeweiligen Wohngeld-Anspruchs sind verschiedene Faktoren. Neben dem gesamten Familieneinkommen der im Haushalt lebenden Personen sind Angaben zur Zahl der Familienangehörigen im Haushalt und die individuelle Mietsumme (alternativ die finanzielle Belastung durch Eigenheime oder Eigentumswohnungen) zu machen.

Mietzuschuss beantragenBehörden verlangen umfassende Auskünfte zu Lebensumständen

Nur wenn diese Angaben von der prüfenden Stelle als glaubhaft beurteilt werden, folgt die Wohngeld-Bewilligung. In diesem Kontext muss neben dem Mietzuschuss-Antrag auch eine Vermieterbescheinigung mit Angaben zur Miet-Zusammensetzung und der Wohnungsgröße eingereicht werden. Im Falle des Lastenzuschusses sind Finanzierungs-Unterlagen vorzulegen. Weiterhin sind Verdienstbescheinungen des Arbeitgebers einzureichen oder Einkommensnachweise bei selbständiger Tätigkeit.

Bei Empfängern von Sozialleistungen verlangt die Wohngeldbehörde die Vorlage von Bescheiden der Bundesagentur für Arbeit oder anderer staatlicher Stellen. Einzelfallabhängig sind Rentenbescheide, Schüler- und Studierenden-Nachweise, BAföG-Bescheide, Schwerbehindertenausweise und Unterhalts-Dokumente vorzulegen.

Gibt es Vermögen oder erwirtschaften Antragsteller Kapitalerträge, müssen auch hierzu Angaben gemacht werden. Ein zu hohes Eltern-Einkommen kann bei Schülern und Studierenden zum Wegfall des Anspruchs führen.

Mietstufen wirken sich auf Zuschuss-Höhe aus

Die Höhe des Wohngeldanspruchs wird nach der Zahl der zu berücksichtigenden der Haushaltsmitglieder gestaffelt und zudem auf Basis der so genannten Mietstufen ermittelt. Die sechs Mietstufen führen dazu, dass beim meist nicht die tatsächlichen Mieten bzw. Belastungen zugrunde gelegt und ausgezahlt werden. Aufgeschlüsselt werden die Mietstufen in Werte unter dem bundesdeutschen Durchschnitt (1+2), den wirklichen Durchschnitt (Stufe 3) und Stufen über dem Bundesdurchschnitt (Stufen 4-6).

Zwei Beispiele für den Wohngeldanspruch:

Eine alleinstehende Personen hat im Bewilligungsfall in der Mietstufe I einen Anspruch auf maximal 292 Euro, in der Mietstufe VI liegt dieser Wert bei 407 Euro. Eine durchschnittliche vierköpfige Familie erhält in Stufe I maximal 490 Euro bzw. bis zu 693 Euro in Stufe in.

Angesichts der diversen Berechnungs-Bestandteile ist stets eine Einzelfallprüfung durch die Behörden erforderlich. Oder der Einsatz eines Wohngeldrechners, mit dem sich Verbraucher einen ersten Überblick nach Eingabe aller Daten über den eigenen Anspruch verschaffen können.


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