Umzugsunternehmen

Preise von Möbelspeditionen per Online-Anfrage kostenlos ermitteln

Die Entscheidung, sich für eine einzige Möbelspedition entscheiden zu müssen, stellt manchen vor ein Problem.
»Prima, wenn man Möbelspediteure gefunden hat, doch bei der Entscheidung für eine einzige stand ich zunächst auf dem Schlauch. Sich nur nach dem Preis zu richten, erschien mir zu einseitig.«

Beim Umziehen steht man vor der Wahl, ob man diesen selbst organisiert, sich also auf Familie und Freunde als freiwillige Helfer verlässt oder eventuell ein paar Studenten als günstige Mithelfer bezahlt – oder ob man eine professionelle Möbelspedition beauftragt.

Umziehen mit einer Spedition mag zunächst sehr kostenintensiv erscheinen, allerdings ist der Wohnungswechsel mit einer Spedition als haushaltsnahe Leistungen von der Steuer absetzbar und auch das zeitliche Einsparungspotential, das Sie für Ummeldungen und Tarifwechsel verwenden können, ist nicht zu verachten.

Zudem sind die Umzugsprofis im Gegensatz zu freiwilligen Helfern im Schadensfall versichert – Sie können Ihnen also auch Ihren wertvollen Steinway-Flügel anvertrauen. Entscheidet man sich für den Umzug mit einer Umzugsfirma, sollte man etwa sechs bis sieben Wochen vor dem Termin Kontakt zum Unternehmen der Wahl aufnehmen.

Versicherung im Schadensfall

Neben dem angenehmen Vollservice inkl. Möbelab- und aufbau, Packservice, Transport und häufig auch der Reservierung einer offiziellen Halteverbotszone, bietet vor allem der Versicherungsschutz im Schadensfall den größten Vorteil eines Umzugs mit den Umzugsprofis.

Bei freiwilligen Helfern geht die Versicherung von einem so genannten „Freundschafts- oder Kulanzdienst“ aus - werden Möbel von Freunden oder Verwandten beschädigt, zahlt sie in der Regel nicht.

Speditionen sind da besser abgesichert: Die richtige Firma weiß auch, wie man ein Ecksofa transportieren muss, damit es nicht beschädigt wird. Bei Schäden am Umzugsgut übernimmt die Versicherung bis zu 615 Euro pro Kubikmeter Hausrat.

Allerdings empfiehlt es sich, die AGB der Speditionen zum Thema Versicherung ganz genau zu lesen, denn einige Schäden werden von der Haftung ausgenommen. So haften die Unternehmen zum Beispiel nicht für Schäden, die trotz größter Sorgfalt durch unwägbare Umstände, etwa Naturkatastrophen, entstehen.

Ein wichtiger Hinweis:

Hilft man selbst beim Verpacken, beim Ab- und Aufbau der Möbel, greift die Versicherung nicht mehr. Ihr ausgeprägtes Helfersyndrom sollten Sie daher lieber in die Verköstigung der Umzugshelfer kanalisieren.

Auswahlkriterien - Was beachten?

Bei der Vielzahl an Unternehmen hat der Kunde die Qual der Wahl. Schließlich möchte man sein wertvolles Hab und Gut nicht jedem anvertrauen – und zu oft hat man schon Schreckensgeschichten von unzuverlässigen Speditionen, überteuerten Preisen und zerkratzten Möbeln gehört. Freunde und Bekannte können erste Empfehlungen geben, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht haben.

Online kann man sich auf verschiedenen Webseiten unverbindliche Angebote einholen. Lokale Umzugsfirmen sind dabei oftmals günstiger als große, überregionale Anbieter. Bei der Wahl einer Spedition sollte aber nicht allein der Preis den Ausschlag geben, vielmehr sollte man das Preis-Leistungs-Verhältnis beachten.

Seriöse Umzugsprofis nehmen einige Zeit vor dem Termin eine Vorort-Besichtigung vor und erstellen dabei einen detaillierten Kostenvoranschlag. Dabei werden der Aufwand, die benötigte Ladefläche sowie das nötige Material – Kartons, Verpackung, Schutzfolie – geschätzt. Der Kostenvoranschlag sollte diese Leistungen sowie alle weiteren Nebenleistungen, etwa das Aufstellen von Halteschildern am Umzugstag, aufführen.

MöbelspeditionenDie Verträge sollten leicht verständlich sein. Zur Unterschrift sollte man sich nicht drängen lassen, sondern sich in aller Ruhe Zeit nehmen, alle Klauseln zu lesen und gegebenenfalls Rückfragen zu stellen.

Weiterhin ist darauf zu achten, wie die Spedition zu erreichen ist: Sind eine Adresse und eine Festnetznummer vorhanden? Unternehmen, die nur eine Mobilnummer angeben, sind meist wenig seriös. Für ein gutes Umzugsunternehmen spricht zudem, wenn man einen konkreten Ansprechpartner hat.

Vereinigungen und Bundesverband

Auf der Suche nach seriösen Firmen kann man sich auch an lokale Vereinigungen wenden. Hier sind die Speditionen einer Region zusammengeschlossen. Die Vereinigungen vertreten die Interessen der Unternehmen gegenüber der Politik und kümmern sich um die Öffentlichkeitsarbeit.

Auf Bundesebene sind die Unternehmen im Bundesverband Möbelspeditionen und Logistik, kurz AMÖ, zusammengeschlossen. 18 Regionalverbände mit insgesamt über 1.000 Mitgliedern.

Erkennen kann man sie am Logo des AMÖ, einem Känguru mit Umzugskarton. Bei den AMÖ-Mitgliedern kann der Kunde sichergehen, dass diese hinsichtlich der gesetzlichen Berufszugangsbestimmungen behördlich überprüft werden. Dazu gehören die Prüfung der Fachkunde, der Leistungsfähigkeit und der Zuverlässigkeit.

Die zertifizierten AMÖ-Mitglieder haben sich zudem einer Verhaltensweise verpflichtet, die dem Schutz des Kunden dienen soll. Der Kodex umfasst zehn Punkte, die den Unternehmer verpflichtet:

  • den Kunden umfassend und verständlich über Leistungsbeschreibung und Versicherungsbedingungen zu beraten und zu informieren
  • übersichtliche Angebote zu erstellen
  • Fachpersonal einzusetzen
  • umweltgerechtes Verpackungsmaterial und nur geeignete Fahrzeuge einzusetzen und korrekte, nachprüfbare Abrechnungen zu erstellen
  • Bei Streitigkeiten mit dem Kunden haben sie zudem dem Spruch der Einigungsstelle der AMÖ zu folgen

Über die Website können sich Kunden ein Verzeichnis aller Mitglieds-Unternehmen mit Adressen, Telefonnummern und Internet-Adressen herunterladen.

Spar-Tipp:

Manche Möbelspeditionen bieten neben dem Vollservice auch einen Teilservice an. Hier müssen Sie zwar auf viele Zusatzleistungen wie die Endreinigung, Renovierungs- und Handwerkerarbeiten, Spezialtransporte und die Einrichtung von Halteverbotszonen verzichten, die Kosten lassen sich so allerdings deutlich senken.

Achten Sie jedoch auf Vereinbarungen, die Ihre Mithilfe beim Auf- und Abbau fordern: Wie bereits erwähnt, könnte Ihr Versicherungsschutz dadurch entfallen.

Möbelspediteure - einige Auswahlkriterien zusammengestellt

Einige Qualitätskriterien haben wir genannt. Grundsätzlich spricht auch nichts dagegen sich mal einen persönlichen Eindruck vor Ort zu verschaffen. Sofern man sich beispielsweise nicht ganz sicher ist, ob der von Ihnen ausgewählte Möbelspediteur Ihren Qualitätsvorstellungen entspricht, kann man sich ja mal eben ins Auto setzen und den Firmensitz aufsuchen.

Selbst wenn Sie dort mangels Termin keinen Ansprechpartner vorfinden sollten, könnte sie der "erste Eindruck" überraschen, so oder so.