Ratgeber

Pappkartons auf Rechnung kaufen und die Kartons billig anliefern lassen

Wer ganz früh Umzugskartons kauft, der fängt erfahrungsgemäß auch früher mit den Vorbereitungen an.
»Kauf die Kartons als Erstes! Diesen Tipp habe ich von meiner Mutter. Vermutlich blieben mir dadurch einige Stressmomente erspart. Standen die Kartons einmal rum, habe ich sie auch sogleich befüllt.«

Ein Umzug bedeutet Packen. Das ist den meisten Wohnungswechslern bewusst. Doch dass es für einen sicheren Umzug neben Kartons allerlei weiterer Materialien bedarf, wird vielen erst bei der Ausführung klar.

Sei es Klebeband zum Verschließen, Schutzfolien für sensible Haushaltsgeräte oder eine Sackkarre für die Waschmaschine: Wer hier nicht vorbereitet war, muss oftmals Beschädigungen oder gar Verluste während des Transports in Kauf nehmen.

Selbst bei der Wahl und Anzahl der Transportkisten können ungeübten Wohnungswechslern zahlreiche Irrtümer unterlaufen, denn das Abschätzen der benötigten Menge ist gar nicht so leicht. Zudem ist vielen, die günstig umziehen möchten, nicht bewusst, dass Sie professionelle und vor allem stabile Umzugskartons auch mieten können.

Stattdessen greifen sie lieber auf die berühmte Bananenkiste aus dem Supermarkt zurück. Für schweren und/oder sensiblen Hausrat ist dies jedoch nicht die ideale Lösung. Um unnötige Beschädigungen zu vermeiden, haben wir hier eine Aufstellung aller wichtigen Umzugsmaterialien und worauf es dabei zu achten gilt, zusammengestellt:

Transportkartons

UmzugskartonsSpezielle Kartons eignen sich insbesondere dafür, schwere Dinge wie beispielsweise Bücher gefahrlos zu transportieren. Zudem haben sie Tragevorrichtungen, die das Schleppen wesentlich erleichtern.

Man bekommt Kartons entweder in Baumärkten oder bestellt sie online und lässt sie sich direkt vor die Haustür liefern. Gebrauchte Kartonagen kann man ebenfalls erwerben oder günstig mieten und so ein paar Euro sparen. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Kartons absolut unversehrt sind.

Auswahl und Größe

Umzugskisten gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Stärken. Es genügt völlig, Kartons in nur einer Größe zu wählen. So lassen sie sich im Transporter leichter stapeln. Eventuell lohnen kann es sich jedoch, extra Kartons für Geschirr und Gläser mitzubestellen. Diese sind etwas flacher als übliche Kartons, schützen das empfindliche Porzellan und Glas aber durch ihr besonders dickes Material.

Zudem gibt es spezielle Kleiderkisten, in denen schnell knitternde Kleidung hängend untergebracht werden kann. Man sollte allerdings beachten, dass diese Kartons sehr hoch sind und eventuell durch ein Treppenhaus transportiert werden müssen. Zukleben muss man die Kartons nicht unbedingt, da sie sich mit praktischen Laschen verschließen lassen.

Menge

Wie viele Umzugskartons man braucht, hängt natürlich von der Wohnungsgröße ab und von den Dingen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Im Schnitt rechnet man pro Quadratmeter Wohnung einen Karton. Wer es genauer wissen will, kann einen Umzugskartonrechner im Internet nutzen.

Beschriftung

Zu den Umzugshelfern gehören auch Zettel und Papier. Es hilft beim Einzug nämlich enorm, wenn man die Kartons beim Einpacken bereits beschriftet hat. So kann man den Inhalt der Kisten gleich erkennen und weiß, in welches Zimmer sie gehören. Für gemietete Kartons gibt es im Fachhandel auch spezielle, leicht ablösbare Etiketten. So können die Kisten problemlos wiederverwendet werden.

Zerbrechliche Gegenstände schützen

Verpackungsmaterial UmzugEmpfindliche und zerbrechliche Dinge müssen entsprechend geschützt werden. Nur Pappe reicht dafür in der Regel nicht aus. Eine preiswerte Variante ist Packpapier, auch Seidenpapier genannt. Dieses Papier ist sehr reißfest und schützt Porzellan und Glas vor Macken und Kratzern.

Genau wie Umzugskartons kann man Packpapier entweder im Baummarkt besorgen oder bei diversen Internethändlern bestellen. Normales Zeitungspapier ist zum Verpacken eher weniger geeignet, da die Druckerschwärze auf die Gegenstände abfärben kann.

Wie geschickt man auch packt, meist entstehen doch kleine Hohlräume in den Kartons. Um nun den Hausrat vor Beschädigungen zu schützen, eignet sich Luftpolsterfolie hervorragend. Die mit Luft gefüllten kleinen Kammern schützen das verpackte Gut zudem vor zu hohem Druck. Größere Hohlräume kann man auch mit Handtüchern und Geschirrtüchern ausstopfen. Diese muss man ohnehin in die neue Wohnung transportieren.

Um Holzmöbel vor Kratzern zu schützen, gibt es spezielle Packdecken, die über die Möbel gelegt werden.

Sackkarren und Möbelroller

Wie bekommt man schwere Haushaltsgeräte, etwa Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Trockner, unfallfrei vom dritten Stock in den Umzugswagen? Oder umgekehrt, vom Umzugswagen wieder in den dritten Stock? Die sperrigen Maschinen durch das Treppenhaus zu tragen, ist aufwendig und risikoreich: Fällt das Gerät, ist nicht nur die Maschine beschädigt, auch die Umzugshelfer können sich verletzten.

Besser, man mietet eine Sackkarre an. Zieht man mit einer Möbelspedition um, kann man den Transporthelfer direkt dort anmieten. Es gibt aber auch einige Baumärkte, Händler von Umzugsbedarf und Online-Shops, die Sackkarren vermieten.

Bei Sackkarren sollte man darauf achten, dass diese ausreichend stabil sind und dass die Ladefläche groß genug ist, um den nötigen Hausrat darauf zu transportieren.

Um Schränke und andere größere Möbelstücke in Gänze zu transportieren, kann man sich Möbelroller besorgen. Das sind einfache Bretter mit Rollen darunter, auf denen schwerer Hausrat ohne großen Kraftaufwand bewegt werden kann. Auch für schwere Kartons eignen sich Möbelroller gut.

Gurte und Seile zum Verzurren

Gerade die großen und sperrigen Möbel und Haushaltsgeräte müssen im Transporter gut gesichert werden, damit sie sich bei plötzlichen Stopps nicht durch den Wagen bewegen und anderen Hausrat beschädigen können. Daher benötigt man Gurte und Seile zum Verzurren.

Wichtig ist, dass die Gurte nur eine geringe Dehnfähigkeit haben und mit langen Hebeln ausgestattet sind, mit denen man sie festzurren kann. Seile sollten äußerst reißfest sein und belastbare Karabinerhaken haben. Speditionen bringen ihr Material zum Verzurren selbst mit. Zieht man in Eigenregie um, findet man Gurte und Sicherungsseile z. B. im Baubedarfshandel.

Arbeitshandschuhe

Neben der Sicherung des Hausrats ist auch die Sicherheit der Umzugshelfer nicht zu vernachlässigen. Natürlich braucht man zum Umzug keine Schutzkleidung. Arbeitshandschuhe zu benutzen, ist jedoch sehr sinnvoll. Trägt man den ganzen Tag Kisten und Möbel mit scharfen Kanten und spitzen Ecken, werden die Hände extrem belastet. Die Handschuhe schützen vor kleineren Verletzungen. Arbeitshandschuhe können Sie ebenfalls im Baumarkt oder online bestellen. Zur Not tun es auch Gummihandschuhe aus dem Supermarkt.