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Umzugsliste – Checklisten senken die Kosten und helfen bei der cleveren Planung

Über die einzelnen Umzugsphasen halten Ablaufpläne bestens auf dem Laufenden.
»Ablaufpläne sind in der Industrie gang und gäbe. Auch im privaten Bereich lassen sich solche Pläne nutzen, um die einzelnen Phasen eines Umzugs zu meistern.«

Der Wohnungswechsel ist beschlossene Sache, nun soll es endlich an die Planung gehen. Im folgenden finden Sie einen übersichtlichen Punkteplan, der Sie an die wesentliche Schritte bei der Organisation unterstützen soll. Denn eines sollten Sie sich immer wieder vor Augen halten: Wer sich nur auf sich selbst verlässt, läuft schnellt Gefahr den einen oder anderen wichtigen Punkt aus den Augen zu verlieren.

2. Mietvertrag kündigen

Die neue Wohnung ist gefunden, der Mietvertrag bereits unterzeichnet? Dann sollten Sie rechtzeitig den alten Mietvertrag kündigen. Im Falle einer nicht fristgerechten Kündigung müssen Sie auf das Entgegenkommen Ihres Vermieters hoffen. Oder schlimmsten Fall zeitweise doppelt Miete zahlen.

3. Sozialleistungsempfänger müssen vorher Rücksprache halten

Möglicherweise erhalten Sie Leistungen vom Staat wie Hartz IV. In diesem Fall sollten Sie vor der Unterzeichnung des Mietvertrages mit der zuständigen Behörde Rücksprache halten, damit es nicht zu Problemen – etwa bei der Verweigerung der Mietkostenübernahme – kommt.

4. Umzugstag festgelegen

Dass Sie möglichst frühzeitig den gewünschten Tag festlegen müssen, hat mehrere Gründe. Zum einen müssen Sie vielleicht Urlaub nehmen. Wichtig ist die Terminierung aber auch für die Unternehmen und die freiwilligen Umzugshelfer, die Ihnen bei der Durchführung zur Seite stehen.

5. Urlaub einreichen, falls nötig

In vielen Fällen ist umziehen nicht an einem einzigen Tag erledigt. Notfalls müssen Sie sich ein paar Tage Urlaub nehmen. Gerade in den typischen Urlaubszeiten des Jahres sollte dies möglichst früh erledigt werden.

6. Wohnungsübergabe vorbereiten

Die Wohnungsübergabe gehört zu den wichtigsten Punkten der Liste. Bereiten Sie ein Wohnungsübergabeprotokoll (gibt es frei verfügbar im Web), auf dem alle Schäden in der Wohnung festgehalten werden. Das Dokument wird vom Mieter und Vermieter unterzeichnet. Idealerweise nehmen Sie einen Zeugen mit zur Wohnungsübergabe.

7. Kartons besorgen

Umzugskartons kann man eigentlich gar nicht genug haben. Meist kann man im Freundes- und Bekanntenkreis schon eine stattliche Zahl an Kartons zusammenleihen. Reichen die Leihgaben nicht aus, besteht die Möglichkeit, in Internetportalen zusätzliche Kartons zu bestellen. Diese müssen nicht zwingend käuflich erworben werden, sondern stehen zunehmend auch als Leihgaben bereit.

8. Helfer finden

Nicht jeder Verbraucher kann oder will mit einer Möbelspedition oder einer Umzugsfirma umziehen. Helfer aus dem Freundeskreis oder der Familie sind daher begehrt. Nach geeigneten Kandidaten sollten Sie schon früh suchen. Am besten stehen die Chancen, wenn Sie am Wochenende umziehen.

9. Ausführliche Liste aller Umzugsgüter erstellen

Mit einer Liste aller Güter sorgen Sie dafür, dass tatsächlich auch für alle Möbel und Gegenstände vor dem Transport Platz eingeplant wird. Diese Aufstellung hilft auch bei der Auswahl des passenden Fahrzeugs.

10. Kartons sinnvoll packen und beschriften

Umzugskartons sollten natürlich möglichst nach einem festen Muster gepackt werden. Überlegen Sie sich ein genaues System. So fällt der zeitliche Bedarf für die Zuordnung und das Entpacken in der neuen Wohnung gering aus, ohne dass Hektik aufkommt.

11. Transporter mieten

Sie wollen allein umziehen und sind auf einen Umzugswagen von der Autovermietung angewiesen? Auch hier sollten Sie zeitig aktiv werden. So stellen Sie sicher, dass Sie das passende Fahrzeug finden. Als Frühbucher sparen Sie zudem noch vielfach bares Geld.

12. Entrümpeln der Wohnung und anderer Räume

Umzüge sind der ideale Moment, um sich endlich von unnötigem Ballast zu trennen. Nutzen Sie Chance, um den Keller, den Dachboden und andere Räume zu entrümpeln und so dafür zu sorgen, dass Sie nicht mehr als nötig mit in die neue Wohnung nehmen.

13. Renovierungen früh mit Handwerkern planen und absprechen

Wohnung RenovierungSofern Sie die eine oder andere Renovierungsmaßnahme in der neuen Wohnung (oder vielleicht auch in der bisherigen) Wohnung vom Profi erledigen lassen müssen, vereinbaren Sie rechtzeitig Termine mit den Handwerkern, um Verzögerungen zu verhindern. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch zeitig einen Termin für die Müllentsorgung mit dem zuständigen Amt vereinbaren.

14. Neue Möbel sollten zeitig bestellt werden

Sollten Sie neue Möbel für die neue Wohnung kaufen, wählen Sie diese am besten nicht erst wenige Tage davor aus. Lieferengpässe sorgen sonst vielleicht dafür, dass Sie später nochmals reichlich zu tun haben.

15. Stellplan für die Wohnungseinrichtung erstellen

Lästiges Möbelrücken verhindern Sie, indem Sie einen Stellplan ausarbeiten. Dieser gibt Ihnen zudem die Gelegenheit, mehrere Einrichtungsvarianten durchzuspielen, um dem Bild Ihrer Traumwohnung so nahe wie möglich zu kommen.

16. Halteverbotszone beantragen und aufstellen

Wenn Sie nun noch ein vorübergehendes Halteverbotsschild beantragen und aufstellen, sollte sichergestellt sein, dass Sie und Ihre Helfer am großen keine unnötig langen Wege zwischen dem Wagen und der Wohnung zurücklegen müssen beim Transport.

17. Nachsendeauftrag der Post buchen

Selbst wenn Sie Ihre Vertragspartner frühzeitig über die neue Anschrift informiert haben, ist der Nachsendeauftrag der Post die sicherste Alternative, damit die gesamt Post pünktlich bei der neuen Wohnung ankommt.

18. Fristen für Um- und Anmeldung bei Behörden berücksichtigen

Das Einwohnermeldeamt muss binnen sieben Tagen nach dem Einzug informiert werden. Auch die Ummeldung beim Finanzamt oder dem Straßenverkehrsamt sollte zeitnah erfolgen, um Zustellungsprobleme zu verhindern.

Arbeitslose, die umziehen, müssen sich natürlich direkt nach dem Einzug wegen möglicher Arbeitslosengeld-Zahlungen und der Jobsuche bei der nun zuständigen Behörde melden.

19. Laufende Verträge umstellen oder kündigen

Vertragspartner wie Stromversorger, Gasanbieter, Telekommunikationsunternehmen sollten ebenfalls möglichst früh in Kenntnis gesetzt werden. Schließlich können fristgerechte Vertragskündigungen erforderlich sein, falls bisher genutzt Tarife am neuen Wohnort nicht mehr nutzbar sind. Auch die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) oder der Kabelanschlussanbieter muss informiert werden.

20. Banken und Versicherungen müssen Bescheid wissen

Neben Behörden sind Banken und Versicherungen wohl die wichtigsten Adressaten einer Ummeldung. Werden wichtige Schriftstücke weiter an die alte Adresse gesendet, kann die späte Zustellung folgenschwer sein.

Zudem müssen Policen wie die Hausratversicherung auf die Gegebenheiten in der neuen Wohnung abgestimmt werden, um den Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten. Andere Versicherungen wie die Haftpflicht-Police müssen natürlich ebenfalls umgeschrieben werden.

21. Um- und Anmeldung des Nachwuchses bei Schulen und Kindergärten

Eltern, die mit ihren Kindern umziehen, sollten sich zeitig um Plätze in Schulen und Kindergärten bemühen. Denn vielerorts sind gerade die Kindergartenplätze heiß begehrt und rar. Je früher Sie aktiv werden, desto besser stehen die Chancen auf einen freien Platz in der gewünschten Einrichtung für den Nachwuchs.

22. Unterbringung für Haustiere klären

Vielleicht haben Sie Haustiere. Dann sollten Sie vielleicht daran denken, für die akute Phase einen Platz zu suchen, an dem Ihr Tier bis zur vollständigen Erledigung des Umzugs untergebracht werden kann. Eine Tierpension kann eine Lösung sein. Oder Sie finden im privaten Umfeld jemanden, der sich für eine Weile um das Haustier kümmern kann.

23. Kinder am besten heraushalten

So verlockend es für Kinder sein mag, gerade bei kleinen Kindern sollten Sie sich eher um einen Babysitter bemühen, damit Sie nicht ständig in Sorge um den Nachwuchs sein müssen. Omas, Opas oder Freunde helfen sicher gerne aus, wenn sie nicht selbst als Umzugshelfer eingespannt sind.

24. Denken Sie an Ihre Geschäftspartner

Sollte es sich um einen so genannten Firmenumzug handeln oder wechseln Sie als Freiberufler oder Selbständiger den Wohnort, sollten Sie daran denken, Ihre Geschäftspartner auf Adresswechsel hinzuweisen. Dazu gehört selbstverständlich eine frühzeitige Mitteilung mit den neuen Daten wie der Adresse, der (vielleicht neuen) Bankverbindung und der Telefonnummer, falls sich diese geändert haben sollten.

Neue Adresse mitteilen25. Freunden und Verwandten die neue Adresse mitteilen

Natürlich ist die Nachricht mit den neuen Daten nicht nur für Geschäfts- und Vertragspartner von Bedeutung. Vor allem Ihre Verwandtschaft, Freunde und Bekannte sollen rasch Bescheid wissen, wo Sie zukünftig erreichbar sind. Rundmails oder SMS können eine Möglichkeit zur Benachrichtigung sein.

Alternativ können Sie Adressaufkleber drucken lassen, die Sie den gewünschten Personen aushändigen oder zusenden. Wenn Sie Mitglied in einem Verein sind, sollten Sie auch hier an die Anschriftskorrektur denken!

26. Spezielles Ummelden für Kinder und Auszubildende bei Behörden

Leben Kinder mit im Haushalt können weitere Ummeldungen erforderlich sein. So kann zum Beispiel eine Meldung an die nun zuständige Kindergeldstelle vonnöten sein. Studierende müssen zudem die Bafög-Stelle informieren, sofern Sie Beihilfe für die Studienfinanzierung vom Staat erhalten.

27. Helfer genau instruieren

Ist es endlich so weit, sollten Sie Ihren Helfern möglichst genaue Informationen zu den geplanten Arbeiten an die Hand geben. Setzen Sie die Helfer zudem bei den Tätigkeiten ein, für die sie am besten geeignet sind. Handwerklich geschickte Personen sollten entsprechend in Arbeiten dieser Art involviert und nicht für den reinen Transport abgestellt werden.

28. Nachbarn in Kenntnis setzen

Umzüge sind nicht nur stressig. Sie sorgen auch für Lärm und Schmutz. Ihre früheren und zukünftigen Nachbarn sollten daher Bescheid wissen, wann es im Treppenhaus etwas lauter werden kann. So verhindern Sie, dass es schon vor dem Einzug zu Konflikten kommt.

29. Prüfen Sie den Transportweg auf möglich Schäden

Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Es kann also durchaus vorkommen, dass es durch den Transport des Mobiliars zu kleinen Schäden im Treppenhaus oder an den Türen kommt. Wichtig ist, dass Sie diese direkt protokollieren und den Vermieter oder Verwalter festhalten.

Am besten machen Sie vor dem Transport einen Kontrollgang, um sicherzustellen, dass Sie später nicht für Reparaturen von Schäden aufkommen, die jemand anders verursacht hat.

30. Reinigung des Treppenhauses und Vorstellung bei den neuen Nachbarn

Bevor Sie sich nun ganz darauf konzentrieren, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, sollten Sie das Treppenhaus und die Wohnung reinigen. Ist dies erledigt, können Sie sich auf Ihre Runde durchs Haus machen, um sich bei den neuen Nachbarn vorzustellen.

Es gibt sicher noch zahllose weitere wichtige Punkte, die eine Rolle spielen bei der Umzugsplanung. Haben Sie diese 30 Hinweise bei der Organisation berücksichtigt, stehen Ihre Chancen aber gut, dass die wesentlichen Vorkehrungen getroffen wurden, damit Sie sich nach dem erfolgreichen Wohnungswechsel schnell einleben können.